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CSR-Reporting: Überzeugungstäter müssen Wiederholungstäter sein

06.03.2017

CSR-Reporting: Überzeugungstäter müssen Wiederholungstäter sein

Mit ihrem Nachhaltigkeitsbericht bringen Unternehmen eine wichtige Überzeugung zum Ausdruck: dass eine gesunde Umwelt ebenso wichtig ist wie gesunde Bilanzen. Doch ist dieses Bekenntnis zu einer besseren Welt nur dann glaubwürdig, wenn es kein Einzelfall bleibt. Andernfalls kann es sogar kontraproduktiv wirken. Insofern gehört zu den Kriterien, die erfolgreiches Reporting auszeichnen, auch dieses oft unterschätzte: Regelmäßigkeit.

Damit er Wirkung entfalten kann, muss ein Nachhaltigkeitsbericht eine wichtige Voraussetzung erfüllen: Er muss gut gemacht sein. Sagen wir es mit einem etwas altmodischen Wort: Er muss seine Leser im wahrsten Sinne des Wortes ansprechen. Die Bilder müssen den Betrachter in ihren Bann ziehen. Die Texte müssen die Faszination des Gewerbes vermitteln. Das ganze Layout muss in seiner Anmutung zum Gegenstand des Reportings passen, muss Atmosphäre und Spirit des Unternehmens transportieren.

Das Medium ist die Message!

Sind all diese äußerlichen Kriterien erfüllt, kann der Bericht seinen wahren Job erledigen: seine Botschaft zu platzieren. Wozu denn all der Eye-Candy und Ohrenschmaus? Betrachtet man die Dinge eindringlicher, zeigt sich, dass Nachhaltigkeitsreporting viele Funktionen erfüllt, die mit Nachhaltigkeit im landläufigen Sinne gar nichts zu tun haben.

Die Umwelt schonen, die Mitwelt beeindrucken.

In erster Linie ist ein solcher Bericht eine vertrauensbildende Maßnahme. Er stärkt das Vertrauen der Stakeholder und Interessierten in die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Er ist sozusagen eine One-Medium-Imagekampagne. So bindet er auch die Mitarbeiter stärker ans Unternehmen. Und ist außerdem ein probates Mittel gegen Nachwuchskräftemangel.

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Dranbleiben, damit auch die anderen dranbleiben.

Das gilt allerdings nur, wenn das Reporting auf Regelmäßigkeit beruht. Der nur einmal oder in unregelmäßigen Rhythmen ins Land gefunkte Nachhaltigkeitsbericht löst bei seiner Zielgruppe eher Rätselraten aus, im schlimmsten Fall erzeugt er Verdacht: Warum ausgerechnet jetzt? Ist es wieder mal Zeit für ein bisschen Social- und Greenwashing? Eher Vertuschung als Reporting?

Leidenschaft für Engagement.

Ein regelmäßig publizierter Nachhaltigkeitsbericht hingegen stiftet Vertrauen. Er ist ein überzeugendes Statement in Sachen Haltung zu Umwelt- und Sozialfragen. Denn da er selbst auf hohem Engagement beruht, erzeugt er nur einen Verdacht: dass es in dem Unternehmen, das ihn erstellt hat, noch sehr viel mehr Engagement gibt! Kann einem etwas Besseres passieren?

Offene Worte und klare Zahlen.

Über das Vertrauen hinaus schafft kontinuierliches Reporting, das sich auf standardisierte Indikatoren stützt, Glaubwürdigkeit. Und zwar durch Vergleichbarkeit. Ein sauber gemachter Nachhaltigkeitsbericht schafft die Behauptung ab und ersetzt sie durch nachprüfbare Fakten. Und was ist verlässlicher als ein Faktum?

Luxus? Leistung!

Was also bei oberflächlicher Betrachtung als Luxus erscheint, ist in Wahrheit ein Leistungsträger! Und Reporting kann noch mehr leisten! Über alle Imagegewinne hinaus bietet CSR ebenfalls Potenziale zur Effizienzsteigerung des Managements. Gewissermaßen wirft der Nachhaltigkeitsbericht einen Röntgenblick auf die Betriebsstrukturen.

Smarte Strukturen mit Nachhaltigkeitseffekt.

So gesehen, ist die Arbeit, die es für ein Unternehmen bedeutet, interne Reporting-Strukturen zwischen Bereichen und Tochtergesellschaften aufzubauen, eine Investition in die Zukunft. Denn nur konsequentes Reporting über Nachhaltigkeit entfaltet nachhaltige Wirkung.

 
Quelle: UmweltDialog

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