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Mittwoch, 13.Dezember 2017
Nachhaltige Immobilien-Finanzierung: MünchenerHyp will an die Spitze zoom

27.09.2017

Nachhaltige Immobilien-Finanzierung: MünchenerHyp will an die Spitze

Die anhaltende Niedrigzinsphase schränkt die Kapitalanlage immer mehr ein. Immobilien zählen zu den wenigen interessanten Anlagemöglichkeiten, die noch bleiben. Das macht sie derzeit so begehrt. Von dieser Nachfrage profitieren auch die Immobilienfinanzierer. Doch auch in dieser Situation gilt: Das Angebot und die Konditionen müssen stimmen – und zwar umso mehr, wenn man’s nachhaltig macht. Bestes Beispiel: die MünchenerHyp. Der genossenschaftliche Immobilienfinanzierer ist nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, auch in wichtigen Nachhaltigkeitsratings konnte die Bank zuletzt deutlich zulegen. Bei der nachhaltigen Finanzierung von Immobilien wollen sich die Bayern jetzt sogar zügig an die Spitze setzen.

„Neugeschäft und Ertragskraft im ersten Halbjahr 2017 erneut deutlich gesteigert.“ Diese gute Botschaft konnte die 1896 gegründete Bank Ende August verkünden. Die Geschäfte des Immobilienfinanzierers laufen glänzend. „Wir sind mit dem bisherigen Geschäftsverlauf des Jahres 2017 sehr zufrieden“, so Dr. Louis Hagen, Vorsitzender des Vorstands der MünchenerHyp. Der promovierte Jurist erwartet, dass die starke Nachfrage nach privaten und gewerblichen Immobilienfinanzierungen anhält und auch das Neukundengeschäft weiter zulegt.

Finanzierungspartnerschaft mit Genossenschaftsbanken

Zugute kommt den Münchenern die Niedrigzinsphase und die dadurch boomende Bauwirtschaft. Denn ihr Geld verdienen sie in erster Linie durch die Versorgung privater Haushalte und gewerblicher Kunden mit Hypothekendarlehen. Schwerpunkt ist die Finanzierung privater Wohnimmobilien. Als Genossenschaftsbank arbeitet die MünchenerHyp dabei insbesondere mit den Volks- und Raiffeisenbanken eng zusammen. Diese vertreiben und vermitteln die Finanzierungslösungen der MünchenerHyp. Die Arbeitsteilung funktioniert im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens, dass sich mehrere Kräfte zu einer großen Kraft vereinen. So verbindet die Genossenschaftsbanken das Ziel, ihre Mitglieder mit Finanzdienstleistungen zu versorgen. Mit ihrem Finanzierungsangebot unterstützt die MünchenerHyp ihre genossenschaftlichen Partner dabei, auch in dünn besiedelten Regionen die gesamte Bandbreite an Immobilienfinanzierungen anbieten zu können.

Nachhaltigkeit spielt dabei eine große Rolle. Wie der Anspruch im Alltag ausgefüllt wird, dokumentiert die MünchenerHyp in einer kürzlich erschienenen Präsentation, die sich an den Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative orientiert. Nachhaltig, heißt es darin, „ist für uns ein langfristig ausgerichtetes Geschäftsmodell“, dessen oberste Priorität die „risiko- und verantwortungsbewusste Vergabe von Immobilienfinanzierungen“ sei. Deswegen trage man auch ökologischen und sozialen Aspekten besonders Rechnung.

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Nachhaltigkeitsdarlehen zur Baufinanzierung

Bei der Immobilienfinanzierung heißt das beispielsweise, dass die Bank Öko-Aspekte bei der Kreditvergabe berücksichtigt. Das vergangenes Jahr aufgelegte MünchenerHyp Nachhaltigkeitsdarlehen etwa ist an klare Bedingungen geknüpft: Der Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes, das damit finanziert werden soll, darf 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr nicht überschreiten. Ein Energieberater oder Architekt muss das bestätigen. Dass das Umwelt und Klima nutzt, bescheinigt der Bank die Ratingagentur oekom research: Das neue Finanzprodukt, urteilt diese, stelle „einen sichtbaren Beitrag zur nachhaltigen Baufinanzierung“ dar.

Dass sich mit Nachhaltigkeit auch Geld bei Großinvestoren einsammeln lässt, weil die davon Profite erwarten, hat die Bank schon vor rund drei Jahren mit der Emission eines nachhaltigen Hypothekenpfandbriefs bewiesen. Die MünchenerHyp refinanziert damit Darlehen für rund 200 genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, etwa die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums oder der Verzicht auf Spekulation. Das Emissionsvolumen von 300 Millionen Euro war zum Ausgabezeitpunkt um das 1,6-fache überzeichnet. Vorstandschef Hagen bezeichnete dies damals als Beleg für die „große Bedeutung, die Nachhaltigkeit für die Investoren bereits heute am Kapitalmarkt besitzt“.

Nachhaltigkeitsratings verbessert

Mittlerweile kann sich die MünchenerHyp dafür und für das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäft mit einem Gütesiegel schmücken. Verliehen wurde es ihr vergangenes Jahr durch die DZ Bank AG, das Spitzeninstitut der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Die hatte zuvor ein eigenes Nachhaltigkeitsrating durchgeführt und in dessen Zuge unter anderem das Nachhaltigkeitsdarlehen und den nachhaltigen Pfandbrief unter die Lupe genommen – und beide für gut befunden. Positiv fielen das hohe Maß an Transparenz, die gute Nachhaltigkeitsberichterstattung und die gute ökonomische Nachhaltigkeitsperformance der MünchenerHyp auf.

Auch von anderer Seite heimste die Bank Lob ein: Die in Hannover ansässige Nachhaltigkeitsratingagentur imug bewertete den Hypothekenpfandbrief der Bayern Anfang vergangenen Jahres als bestes Produkt aller in dieser Kategorie beurteilten Emittenten. Mitte des Jahres hob zudem oekom research das Rating der MünchenerHyp von C auf C+ an. Als Gründe für den Spitzenwert in der Untersuchungsgruppe führte die Münchener Agentur unter anderem die Qualität des Darlehensportfolios unter sozialen und ökologischen Aspekten an, den verantwortungsbewussten Umgang mit den Kunden sowie das damals neu eingeführte Nachhaltigkeitsdarlehen.

Nachhaltigkeitsprogramm 2017/2018

Für dieses und nächstes Jahr haben sich die Bayern in Sachen Nachhaltigkeit einiges vorgenommen, nachlesbar im ausführlichen Nachhaltigkeitsprogramm für die Jahre 2017/2018. Darin kündigen sie unter anderem an, einen neuen nachhaltigen Pfandbrief bis zur Emissionsfähigkeit trimmen zu wollen. Er muss dazu den hohen Anforderungen an den Anlegerschutz des Pfandbriefgesetzes genügen. Außerdem will sich die MünchenerHyp noch stärker in die Finanzierung von Gewerbeimmobilien mit Nachhaltigkeitszertifikat einbringen und den Anteil ökologischer Finanzierungen weiter ausbauen.

Das Ziel ist klar formuliert: Bei der nachhaltigen Finanzierung von Immobilien will die Bank bis 2020 eine Vorreiterrolle einnehmen. Aggressiven Akquisitionsmethoden hat sie dabei eine klare Absage erteilt: Ihren Kunden und Mitgliedern gegenüber hat sich MünchenerHyp zu einem verantwortungsvollen Marketing verpflichtet, dessen Leitsätze in einer eigenen Richtlinie festgeschrieben wurden. Darin schwören die Münchener unter anderem Anreizen für eine unangemessen hohe Kreditaufnahme ab und bekunden, die finanzielle Situation der jeweiligen Kundenzielgruppen vor Vertragsabschluss genau auf den Prüfstand zu stellen.

Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen sollen auch die Mitarbeiter weiter für mehr Nachhaltigkeit begeistert werden. Außerdem ist für dieses Jahr die Erstellung einer internen Richtlinie zum Thema Menschenrechte vorgesehen. Im April nächsten Jahres will die Genossenschaftsbank dann erstmals einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht nach GRI-Standards veröffentlichen. Er soll die bislang regelmäßig aktualisierte Nachhaltigkeitspräsentation ablösen – und wird wohl nicht nur von Ratingagenturen genau unter die Lupe genommen werden.

 
Quelle: UmweltDialog

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