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Deutsche Telekom unterstützt Demenzforschung durch Virtual Reality-Spiel

06.10.2017

Deutsche Telekom unterstützt Demenzforschung durch Virtual Reality-Spiel

Die Deutsche Telekom setzt einmal mehr technologische Maßstäbe - mit dem weltweit ersten Virtuell Reality-Spiel zur Unterstützung der Demenzforschung. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung hat das Telekommunikationsunternehmen "Sea Hero Quest VR" entwickelt. Wie die Telekom jüngst bekannt gab, sollen mit Hilfe des VR-Spiels präzise Daten zur räumlichen Orientierung der Spieler erhoben und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden.

"Sea Hero Quest VR" baut auf das erfolgreiche mobile Spiel "Sea Hero Quest" auf und ist das weltweit erste Virtual Reality-Spiel, durch das jeder einen Beitrag zur Demenzforschung leisten kann. Ziel ist es, die bisher durch das mobile Spiel erlangten Normdaten für die räumliche Orientierung durch den Einsatz moderner Virtual-Reality-Möglichkeiten weiter zu präzisieren und so die Grundlagenforschung voranzubringen. "Sea Hero Quest VR" wurde für die Samsung Gear VR-Brille entwickelt und kann ab sofort im Oculus-Store heruntergeladen werden.

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"Innovative Technologien sind vielfach der Schlüssel zu drängenden Fragen unserer Zeit. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir den Kampf gegen Demenz fortsetzen und die Forschung mit "Sea Hero Quest VR" weiter nachhaltig voranbringen", sagt Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom. Die Deutsche Telekom hat die Initiative "Game for Good" in enger Zusammenarbeit mit dem University College London, der University of East Anglia, der gemeinnützigen Organisation "Alzheimer's Research" und dem Spiele-Entwickler Glitchers entwickelt.

Telekom setzte Maßstäbe in der Demenzforschung

Bereits 2016 konnten die Telekom und ihre Partner mit "Sea Hero Quest" neue Maßstäbe in der Demenzforschung setzen. Bis heute haben weltweit knapp drei Millionen Menschen der Wissenschaft anonyme Spiel-Daten zur Verfügung gestellt. Diese Daten über die räumliche Orientierung der Spieler sind in die Grundlagenstudie zur Demenzforschung eingeflossen. Die Erhebung gilt als die umfassendste Studie für die Demenzforschung. Zum Vergleich: An der bis dahin größten Studie nahmen 599 Probanden teil. Erstmals gibt es damit umfangreiche alters- und geschlechtsübergreifende Normdaten zur räumlichen Orientierung von Menschen über alle Kontinente hinweg. Diese Normdaten gelten als zentraler Schritt für die Entwicklung neuer Verfahren zur frühzeitigen Diagnose von Demenz. Erste Ergebnisse aus der Analyse der gesammelten Daten wurden 2016 auf der renommierten Neuroscience-Konferenz in San Diego vorgestellt. Weitere Ergebnisse aus der Erhebung werden für Anfang 2018 erwartet.

Mit "Sea Hero Quest VR" wollen die Forscher auf die enorme Datenmenge aufbauen, die über das mobile Spiel generiert wurde, und die zusätzlich gewonnenen Spiel-Daten über eine Kreuzvalidierung miteinander vergleichen. Im Vergleich zum mobilen Spiel können mit "Sea Hero Quest VR" deutlich präzisere Spiel-Daten erhoben werden. Denn über das VR-Spiel lassen sich kleinste Körperbewegungen des Spielers registrieren. Während der Spieler durch verschiedene virtuelle Umgebungen navigiert, werden seine Bewegungen exakt zehnmal pro Sekunde aufgezeichnet. Dabei erkennt "Sea Hero Quest VR" Bewegungen auf allen drei Achsen einer Kopfposition und ermöglicht darüber eine größtmögliche Datengenauigkeit. Ferner können Laborexperimente imitiert werden, die bislang in einem mobilen Spiel nicht darstellbar waren. Zwei Minuten Spielzeit entsprechen ca. fünf Stunden herkömmlicher klinischer Forschung.

"Das mobile Spiel hat uns eine bisher nicht dagewesene Menge an Daten geliefert, durch die wir die Fähigkeit zur räumlichen Orientierung im Bevölkerungsquerschnitt messen konnten. Darauf bauen wir nun auf und erheben Daten zur räumlichen Orientierung über das VR-Spiel mit deutlich größerer Präzision", erklärt Dr. Hugo Spiers vom University College London. "Mit Sea Hero Quest VR sind wir sogar in der Lage, Experimente wie das Morris-Wasserlabyrinth-Experiment1) nachzustellen, die sich nicht gut über Video-Spiele und mobile Spiele abbilden lassen. Die Realitätsnähe des Virtual- Reality-Spiels macht es nun möglich, in der Studie auch solche Daten zu erfassen, die bislang schwer zu erheben waren."

Digitalisierung für Forschung genutzt

Immer mehr Menschen nutzen innovative Technologien wie Virtual Reality. Dadurch steigt die Nachfrage nach neuen, spannenden Inhalten. "Sea Hero Quest VR" soll dieser Nachfrage gerecht werden und gleichzeitig den Spielern die Möglichkeit geben, einen wertvollen Beitrag zur weltweiten Demenzforschung zu leisten. "VR-basierte Experimente im Labor werden bereits heute durchgeführt", erklärt Maxwell Scott-Slade, Creative Director bei Glitchers. "Hier jedoch konnten experimentelle Ansätze erstmals in ein Spiel integriert und für den Massenmarkt konzipiert werden. Die Daten werden so in einem natürlichen Umfeld erhoben und die potenzielle Reichweite der Experimente steigt exponentiell." Die Initiative zeigt, wie die Digitalisierung die Voraussetzungen für die Forschung positiv beeinflussen und wandeln kann. Die anonymen Daten werden gemäß deutschem Bundesdatenschutzgesetz in einem hochsicheren Rechenzentrum der T-Systems in Deutschland gespeichert und den Wissenschaftlern geordnet für die Auswertung zur Verfügung gestellt. Die Cloud ist dabei der Motor der Digitalisierung.

Demenz ist bereits heute eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Laut Alzheimer's Research sind weltweit bereits rund 47 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Schätzungen zufolge könnte sich die Zahl der Betroffenen bis 2050 auf 130 Millionen Menschen fast verdreifachen. 

 
Quelle: UD/cp

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