18.06.2018

13.03.2018

Energiewende

E.ON vereinfacht Finanzierung der Energieeffizienz

Gute Nachricht für Immobilienbesitzer in Europa: Gemeinsam mit der europäischen Kreditwirtschaft entwickelt E.ON ein Konzept, um Investitionen in die Gebäudeeffizienz zu erleichtern. Das so genannte EeMAP-Projekt, das von der Europäischen Kommission unterstützt wird, soll eine standardisierte „Energieeffizienz-Hypothek“ schaffen. E.ON ist als einziges europäisches Energieunternehmen an der Initiative beteiligt, der auch Großbanken und die Immobilienwirtschaft angehören.

E.ON vereinfacht Finanzierung der Energieeffizienz
Das neue Hypothekenmodell soll Anreize für Investionen in die Energieeffizienz von Immobilien schaffen.

Ein leichterer Zugang zu erschwinglichen Finanzierungen über eine Energieeffizienz- Hypothek soll Kunden zusätzliche Anreize bieten, Gebäude besser zu dämmen, die alte Heizung zu ersetzen oder die Energieunabhängigkeit durch Sonnenkollektoren in Verbindung mit Batterien oder virtuellen Speichern zu erhöhen. Darüber hinaus soll der Kauf von bereits energieeffizienten Wohn- oder Geschäftsgebäuden durch eine Vorzugsfinanzierung in Verbindung mit einer Hypothek erleichtert werden.

Eine von E.ON in mehreren europäischen Ländern durchgeführte Verbraucherstudie untersuchte jetzt die Frage, ob Kunden eine standardisierte „Energieeffizienz-Hypothek“ überhaupt in Anspruch nehmen würden. Das Ergebnis ist durchweg positiv, wobei die insgesamt hohe Zustimmung in Italien und Großbritannien besonders hoch ist. In Deutschland und Schweden begrüßten die Befragten, dass es neben den bestehenden Förderinstrumenten ein alternatives oder umfassenderes Angebot geben würde.

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„Unsere Studie zeigt, dass die Kunden die Vorteile einer Energieeffizienz-Hypothek als einen dreifachen Gewinn sehen: Niedrigere Energierechnungen, niedrigere Hypothekenzinsen und ein warmes, komfortableres Zuhause. Dieses Produkt könnte auch neue innovative Partnerschaften zwischen Kreditgebern und Energieversorgern eröffnen“, sagt Marco Marijewycz, Market Manager bei E.ON Solutions und Leiter der Verbraucherforschung.

Luca Bertalot, EeMAP-Koordinator und EMF-ECBC-Generalsekretär, sagte: „Der Schlüssel zum Erfolg der Energy Efficient Mortgage Initiative ist die robuste Nachfrage der Verbraucher. Die heute veröffentlichte Verbraucherforschung ist nicht nur wegen des positiven Feedbacks der Verbraucher ermutigend, sondern sie wird auch den Banken helfen, zu verstehen, was die Verbraucher wollen, um ein Hypothekenprodukt entwerfen zu können, das den Bedürfnissen des Marktes entspricht.“

Eine Umfrage von 2014 legt die Vorliebe der Deutschen für eine energieeffiziente Ausstattung beim Hausbau nahe. zoom
Eine Umfrage von 2014 legt die Vorliebe der Deutschen für eine energieeffiziente Ausstattung beim Hausbau nahe.

Mehr als ein drittel der CO2-Emissionen durch Häuser

Ausgangspunkt für die Initiative Energieeffiziente Hypotheken war die EU-Energieunion, deren Agenda die Energie- und Ressourceneffizienz als zentralen Baustein für die Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele der EU definiert. Gebäude machen 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und 36 Prozent der CO2-Emissionen in der EU aus. Eine Steigerung der Energieeffizienz bestehender Gebäude würde den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent und die CO2-Emissionen um fünf Prozent senken.

Darüber hinaus sieht die Initiative auch mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa vor, da durch verstärkte Investitionen in energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen zusätzliche Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft geschaffen werden können. EeMAP wird aus dem Programm Horizon 2020 finanziert, das die Europäische Kommission zur Förderung von Forschung und Innovation ins Leben gerufen hat.

Die Pilotphase von EeMAP beginnt am 14. Juni 2018. Ziel des Pilotprojekts ist es, das Konzept der energieeffizienten Hypothekenprodukte auf nationaler Ebene mit wichtigen Akteuren wie Banken, Immobilienschätzern, Green Building Councils und Energieversorgern zu testen. Eine große Gruppe von Pionierkreditgebern, darunter Großbanken, mittelgroße Unternehmen und lokale, spezialisierte Kreditgeber in Europa, haben bereits ihr Interesse bekundet, sich an dem Pilotprojekt zu beteiligen.

Quelle: UD/cp
 

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