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Das Netz wird grün

10.07.2017

Das Netz wird grün

Telefónica Deutschland hat sein gesamtes Netz auf grünen Strom umgestellt. Auf dem Weg zu einem umfassenden Klimaschutzprogramm ist das eine der wichtigsten Maßnahmen. Insgesamt sollen die CO2-Emissionen bis 2020 um 11 Prozent gesenkt werden. Der Responsible Business Plan von Telefónica stellt eine verbindliche Agenda für die kommenden zweieinhalb Jahre dar.

Man könnte fast sagen, ein grünes Netz gehört bei Telefónica Deutschland zum guten Ton. „Klimaschutz ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen und als nach Kundenzahl größter Mobilfunkanbieter in Deutschland sehen wir uns hier klar in der Verantwortung“, sagt Valentina Daiber, Director Corporate Affairs und Mitglied der Geschäftsleitung bei Telefónica in Deutschland. Unter anderem soll die Umstellung auf grünen Strom des Handynetzes für eine deutliche Senkung von CO2-Emissionen sorgen. Elf Prozent Reduktion will das Unternehmen bis 2020 soschaffen. Die Ziele und Maßnahmen sind im Responsible Business Plan unter dem Schwerpunktthema „Klima und Umwelt schützen“ verbindlich festgehalten. Mit dem Plan rückt das Thema Corporate Responsibility (CR) noch näher an die allgemeine Unternehmensstrategie heran.

Bereits der Indikatoren-Teil des CR-Reports 2016 zeigt deutlich, wo wesentliche Auswirkungen des Unternehmens auf die Umwelt bestehen und wo sich entsprechend wirkungsvolle Aktionsfelder ergeben. Wie für Dienstleister üblich, macht auch bei der Telefónica der Bereich der indirekten SCOPE 2- Emissionen den mit Abstand größten Anteil aus. Hierzu zählt vor allem der Bezug von Strom. Und um das Telefónica-Netz betreiben zu können, wird davon eine Menge benötigt.

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Netzbetrieb macht 92 Prozent des Energieverbrauchs aus

92 Prozent vom Gesamtstromverbrauch des Unternehmens fließen nach aktuellem Stand in den Netzbetrieb. Kein Wunder also, dass man zur Reduktion der CO2-Emissionen auf ein sparsameres Netz und die Umstellung auf grüne Energien als Doppelstrategie setzt.

Ausgehend von den Umweltkennzahlen der letzten zwei Jahre, wurde im vergangenen Jahr ein Energieeffizienzprogramm auf den Weg gebracht. Es sieht die Umstellung auf regenerative Energien und signifikante Energieeinsparungen bis 2020 vor. Insgesamt soll der Energiebedarf durch Modernisierungsmaßnahmen bis dahin um 40 Prozent im Vergleich zu 2015 gesenkt werden. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: 2015 benötigte ein Datenvolumen von einem Petabyte (eine Million Gigabyte) noch 0,41 Gigawattstunden, 2016 nur noch 0,30 Gigawattstunden. Bis 2020 sollen sich dadurch durch Konsolidierungs- und Modernisierungsmaßnahmen auch finanziell enorme Einsparungen in Höhe von 15 Millionen Euro ergeben.

Moderne Technologie sorgt für Umweltschutz

Als wirkungsvolle erste Maßnahme für ein energiesparendes Netz standen bereits 2016 mehrere Modernisierungsmaßnahmen an. Es fanden umfassende Rückbauten älterer Sendestationen und Modernisierungen des G2- und G3-Netzes statt, das durch eine effizientere moderne Technologie ersetzt wird. Bereits knapp 5.000 von 14.000 Stationen, die bis 2018 geplant sind, wurden zurückgebaut. Um Energie zu sparen, das Landschaftsbild zu schonen und Abfall zu vermeiden, nutzt Telefónica mit anderen Funkanbietern gemeinsame Sendemasten. 4.900 der eigenen Masten stellen sie den anderen Betreibern zur Verfügung.

Hätten Sie’s gewusst?

Wenn alle 11 Millionen Schüler aus Deutschland einen Monat lang täglich ein 1-minütiges Video mittlerer Qualität (360p) streamen¹, verbrauchen sie mehr Strom, als 2.900 Single-Haushalte in einem ganzen Jahr².

¹) Im Jahr 2015 entsprach der Verbrauch noch fast 4.000 Single-Haushalten.

²) Ein 1-minütiges Video auf Youtube mit 360p verbraucht 50Mbyte Datenvolumen. Ein durchschnittlicher Single-Haushalt verbraucht 1.700 kWh/Jahr.

Eigene Beschaffung bereits zu 100 Prozent auf grüne Energie umgestellt

Nicht alle Energiebezüge kann der Konzern selbst steuern, aber die Bereiche, in denen die Beschaffungsprozesse direkt in der Hand von Telefónica Deutschland liegen, wurden im vergangenen Jahr bereits nahezu vollständig auf regenerative Energien umgestellt. Das Versprechen ist auch für die kommenden Jahre festgehalten: „Wir [...] kaufen jedes Jahr 100 Prozent der Energie, die wir selbst beschaffen und kontrollieren, aus Grünstrom ein – ohne den Zukauf von Kompensationszertifikaten.“

Unter die selbst steuerbaren Bereiche fällt vor allem die Stromversorgung der Shops, Call-Center, Rechenzentren, Büros und des Netzwerks von Telefónica Deutschland. Zusammen mit den Bereichen, in denen der Stromverbrauch von Dritten abhängt, liegt die Nutzung regenerativer Energien bei insgesamt 74 Prozent. Das Unternehmen verspricht sich durch sein proaktives Handeln auch, die Energiewende in Deutschland anzukurbeln.

Zentrale Telefónica in Deutschland.
Zentrale Telefónica in Deutschland.

Weitere Einsparungsmaßnahmen in anderen Emissions-Bereichen

Ein gutes Umweltmanagement betrachtet alle direkten und indirekten Emissionen. Auch wenn diese einen wesentlich geringeren Anteil bei Telefónica Deutschland ausmachen, hat der Mobilfunkdienstleister sie auf dem Radar. Dazu zählen die Wege der Mitarbeiter zur Arbeit und nach Hause, Geschäftsreisen und die unternehmenseigenen Flotten. Viele Entscheidungen liegen bei den Einzelpersonen und sind damit nur bis zu einem bestimmten Grad durch das Unternehmen steuerbar. „Wir wollen die Umweltauswirkungen unseres Unternehmens verringern und ein stärkeres Bewusstsein dafür schaffen, was jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann“, sagt Claudia von Bothmer, Head of Corporate Responsibility bei Telefónica Deutschland. Dazu gehört eine entsprechende Sensibilisierung, aber auch das richtige Angebot, das die umweltfreundliche Wahl leichter macht. In diesem Rahmen werden aktuell neue Reiserichtlinien für Geschäftsreisen aufgestellt, und wenn möglich werden Treffen sehr weit auseinanderliegender Geschäftspartner durch digitale Meetings ersetzt. Für einen emissionsreduzierten Arbeits- und Heimweg erarbeitet das Unternehmen aktuell ein Konzept, das im kommenden Jahr fertig sein soll und bereits bis 2018 Einsparungen von zehn Prozent erzielen soll.

Antrieb für Ressourcenschonung und Klimaschutz durch die Nutzung von Daten

Telefónica hat sich auf die Fahnen geschrieben, den digitalen Wandel in vielen Bereichen der Gesellschaft aktiv mitzugestalten, in denen Digitalisierung eine Rolle spielt. Der führende Anbieter digitaler Daten weiß auch, die Übermittlungswege im positiven Sinne anders herum zu nutzen. Zum Beispiel, um den Verkehr in großen Städten effizienter zu gestalten und so Emissionen zu reduzieren. In bereits zwei Pilotprojekten arbeitete Telefónica Deutschland mit einer anonymisierten Datenanalyse der Verkehrsteilnehmer. In Stuttgart und Nürnberg war es dabei möglich, durch Verbraucherdaten die Verkehrsflüsse zu messen, die Wege und Zeiten entsprechend anzupassen oder auszurechnen, welches das am besten geeignete Verkehrsmittel für die Nutzer sei. Damit weitet der Netzanbieter seinen Begriff von Mobilität und ressourcenschonender Datennutzung auch auf andere Lebensbereiche aus und kommt seiner Mission vom umweltbewussten digitalen Transformer ein gutes Stück näher.

 
Quelle: UmweltDialog

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