16.08.2018

07.06.2018

Klimawandel

Entwicklungsbanken: Handlungsbedarf bei Klimazielen

Keine der sechs großen Entwicklungsbanken ist im Einklang mit den Zielen des Pariser Kilmaabkommens. Das zeigt ein neuer Bericht des Think Tanks E3G. Dabei spielen die Banken eine große Rolle bei der Erfüllung des Abkommens. Der Bericht wurde jetzt auf den UN-Klima-Zwischenverhandlungen in Bonn veröffentlicht.

Entwicklungsbanken: Handlungsbedarf bei Klimazielen
Ein Bericht des Think Tanks E3G zeigt: Entwicklungsbanken müssen beim Thema Klima nachlegen.

Einige der Entwicklungsbanken bewegen sich in die richtige Richtung: Die Weltbank hat sich beispielsweise verpflichtet, nach 2019 die Erschließung und Förderung von Öl- und Gasvorkommen nicht mehr zu finanzieren. Insgesamt haben die Entwicklungsbanken aber noch viel zu tun. Am schlechtesten schneidet die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) ab, die dieses Jahr ihre Energie-Strategie überarbeitet. Eine konkrete Empfehlung für die EBRD ist, die Finanzierung von Ölprojekten sofort zu beenden und auch Investitionen in Gas bis zum Jahr 2020 einzustellen.

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Dr. Helena Wright, Senior Policy Advisor und Hauptautorin des Berichts des Think Tanks E3G: „Verschiedene Ankündigungen haben in den letzten Monaten Fortschritte gebracht, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns. Die Entwicklungsbanken müssen im öffentlichen Interesse handeln und die globale Umstellung auf Netto-Null-Emissionen katalysieren. Die Analyse zeigt, dass die Entwicklungsbanken bereits mehrere innovative Projekte zur Steigerung der Klimainvestitionen finanzieren – aber sie müssen schneller und weiter vorangehen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.“

Die Hauptergebnisse des Berichts in Kürze:

Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) ist führend bei der Unterstützung von Ländern bei der klimafreundlichen Neugestaltung ihrer Wirtschaft. Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Weltbankgruppe entwickeln sich recht gut. Keine der Entwicklungsbanken schneidet in allen untersuchten Bereichen überragend ab – daher müssen alle mehr tun, um die Bekämpfung des Klimawandels in ihre Tätigkeiten zu integrieren.

Nach eigenen Angaben haben die Banken im Jahr 2016 mehr als 27 Milliarden US-Dollar für Klimafinanzierung ausgegeben. Trotzdem investieren einige noch in fossile Energien. Die Überarbeitung der sektoralen Strategien in den nächsten zwei Jahren bietet die Gelegenheit, die Tätigkeiten der Banken an das Pariser Abkommen anzupassen.

Bei der Verfügbarkeit der Daten und der Transparenz gab es bei allen Entwicklungsbanken Lücken. Es wird daher empfohlen, dass die Banken mit der Überprüfung und der Selbstauskunft zu ihrer Übereinstimmung mit dem Pariser Abkommen beginnen.

Die Entwicklungsbanken arbeiten daran, die nationalen Klimabeiträge der Länder (NDCs) in Investitionspläne umzusetzen. Da diese aber zum großen Teil nicht ambitioniert genug sind, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, sollte die Unterstützung der Entwicklungsbanken darüber hinaus gehen und auch langfristige Strategien zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen unterstützen.

Quelle: UD/pm
 

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