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Wie viel Klimaschutz steckt in Kaffeekapseln? zoom

29.09.2017

Wie viel Klimaschutz steckt in Kaffeekapseln?

In jeder Kaffeebohne stecken nicht nur Aromen, sondern grundsätzlich auch CO2-Emissionen. Rund 20 Prozent der Treibhausgase fallen bereits beim Kaffeeanbau an. Nespresso ist Vorreiter und setzt auf eine clevere Methode, um ihre Emissionen zu kompensieren: Beim sogenannten „Carbon Insetting“ wird Klimaschutz direkt in den Kaffeeanbau integriert.

Kaffee gehört zu den Produkten in unserem Alltag, bei denen es auf Fairness und Nachhaltigkeit besonders ankommt. Das gilt für gerechte Entlohnung und Einhaltung von Gesundheitsstandards bei den Kaffeebauern, wie auch für durchdachten Umwelt- und Klimaschutz, der ja erst eine langfristig tragfähige Landwirtschaft möglich macht. Immer mehr Kaffeeproduzenten entdecken diesen Zusammenhang für sich. Ein Vorreiter in diesem Bereich ist Nespresso. Das Schweizer Unternehmen verfolgt einen umfassenden Nachhaltigkeitsansatz und setzt Maßnahmen und Initiativen entlang der gesamten Kaffeewertschöpfungskette um. Bereits seit 14 Jahren setzt sich das Unternehmen zudem gezielt für eine nachhaltige Landwirtschaft ein. Das Kaffeeanbauprogramm „AAA Sustainable Quality Program“, das Nespresso bereits 2003 gemeinsam mit Rainforest Alliance gründete, stellt nicht nur hervorragende Kaffeequalität, sondern auch die Einhaltung von hohen Gesundheits-, Sozial- und Umweltstandards auf den Kaffeeplantagen sicher. Inzwischen stammen fast 80 Prozent des Kaffees bei Nespresso aus dem AAA Sustainable Quality Program. Im Rahmen des aktuellen Nachhaltigkeitsprogramms von Nespresso soll der Anteil bis 2020 auf 100 Prozent erhöht werden.

Carbon Insetting im Kaffeeanbau

Auch im Bereich Klimaschutz verfolgt Nespresso einen ganzheitlichen Ansatz und arbeitet innerhalb der ganzen Kaffeewertschöpfungskette daran, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dafür hat sich Nespresso ambitionierte Ziele gesetzt. Zwischen 2009 und 2012 gelang es, den eigenen CO2-Ausstoß um zwanzig Prozent zu verringern. Unter anderem war dies durch effizientere Maschinen und die Implementierung eines Klimamoduls auf den einzelnen Farmen möglich, das man in Zusammenarbeit mit der Rainforest Alliance vor Ort umsetzt.

In den kommenden Jahren soll die CO2-Bilanz von Nespresso um weitere zehn Prozent sinken. Manche Emissionen lassen sich jedoch nicht vermeiden. Folglich hinterlässt jedes Unternehmen einen ökologischen Fußabdruck, der durch ausgleichende Maßnahmen kompensiert werden kann. Viele Unternehmen machen dies durch sogenannte „Offsetting“-Methoden. Dabei werden die Klimaschutzmaßnahmen an Dritte ausgelagert, indem etwa der Ausbau regenerativer Energieerzeugung finanziell unterstützt wird.

Zusammen mit dem Partner Pur Projet pflanzt Nespresso in den AAA-Anbauregionen Millionen von Bäume.
Zusammen mit dem Partner Pur Projet pflanzt Nespresso in den AAA-Anbauregionen Millionen von Bäume.

Nespresso hat das Modell umgekehrt: Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren, dem Offsetting, bei dem der Ausgleich andernorts und durch unabhängige Akteure erzielt wird, erfolgt der CO2-Ausgleich beim „Insetting“ innerhalb der unternehmenseigenen Wertschöpfungskette. Praktisch umgesetzt wird dies durch Agroforstwirtschaft. Zusammen mit dem Partner Pur Projet, einer erfahrenen NGO im Bereich Umwelt, pflanzt Nespresso in den AAA-Anbauregionen Millionen von Bäume. Bis heute wurden 1,4 Millionen gepflanzt, bis 2020 sollen es rund fünf Millionen sein. Hierbei kombiniert Nespresso Elemente aus der Landwirtschaft mit denen aus der Forstwirtschaft und verbindet so geschickt Klimaschutz mit den eigentlichen Anbaumethoden. In der Praxis werden dazu hochwachsende Bäume zwischen die Nutzpflanzen gesetzt. Da die Kaffeepflanzen ursprünglich aus tropischen Mischwäldern stammen, wirken sich die schattenspendenden Bäume positiv auf die Kaffeepflanzen aus. Sie sorgen für einen resistenteren Boden, der vor Erosionen schützt, sie filtern das Wasser und fördern die Artenvielfalt. Forschergruppen haben außerdem herausgefunden, dass der Ertrag auf den Plantagen dadurch gesteigert werden kann und so dank der erhöhten Artenvielfalt das Ökosystem insgesamt stabiler wird. Insbesondere die Folgen des Klimawandels, die bereits heute unmittelbar spürbar sind, können dadurch gemindert werden.

Ein Kaffeebauer pflückt Kaffeekirschen mit der Hand.

AAA-Programm zählt immer mehr Teilnehmer

Im Rahmen des Nespresso Nachhaltigkeitsprogramms werden zudem rund um die Farmen mithilfe der Pur Project-Initiative weitere Bäume angepflanzt, die das CO2 aus der Luft absorbieren und zusätzlich für ein gesundes Bodenklima und ausreichend Holzreserven sorgen. Das trägt dazu bei, die Lebensgrundlagen der Bauern auch langfristig zu sichern.
Insgesamt wirkt sich das AAA-Programm positiv auf die Lebensqualität der Bauern, Nachhaltigkeitsaspekte auf den Kaffeefarmen und die Kaffeequalität aus. Von anfänglich 300 teilnehmenden Farmen ist das Programm auf rund 70.000 Farmen in zwölf Ländern angewachsen. Die Ziele und Maßnahmen werden dabei kontinuierlich auf die jeweiligen Notwendigkeiten und Entwicklungen angepasst.

 
Quelle: UmweltDialog

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