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Donnerstag, 23.Februar 2017
EY: Integration von Flüchtlingen gemeinsam gestalten

14.02.2017

EY: Integration von Flüchtlingen gemeinsam gestalten

Die hohe Zahl an Flüchtlingen stellt Politik, Gesellschaft und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Angesichts von demografischem Handel und Fachkräftemangel hierzulande kann das aber auch eine Chance sein. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die erfolgreiche Integration der Menschen. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY widmet sich dieser Aufgabe mit vier zentralen Maßnahmen: mit Praktikumsangeboten, dem „Runden Tisch der Charta der Vielfalt“, der Investition in Bildung sowie durch das Engagement seiner Mitarbeiter.

Die Geschichte von Mohammed Basel Alyounes liest sich wie ein „Integrationsmärchen“: Der Syrer floh im August 2015 nach seinem Wirtschaftsstudium aus Damaskus nach Deutschland. Dass er heute bei EY in Berlin arbeitet, verdankt er, wie er selbst sagt, Zufall, Glück und Verstand. Von einem TV-Reporter nach seinen Träumen gefragt, antwortete er, dass er gerne für Ernst & Young arbeiten würde. Diesen Fernsehbeitrag sah Ana-Cristina Grohnert aus der Geschäftsführung von EY. Es gelang ihr, Mohammed Basel Alyounes über eine syrische Facebook-Gruppe ausfindig zu machen, sie lud ihn zu einem Gespräch ein und bot ihm anschließend ein Praktikum an. Inzwischen betreut erbereits die ersten Kunden und unterstützt andere Flüchtlinge als Mentor und ist Teil des Projektteams „Onboarding und Integration Geflüchtete@EY“.

Praktika als erster Einstieg in die Berufswelt

EY hat mittlerweile mehrere Flüchtlinge als Praktikanten eingestellt, zwei davon wurden in ein festes Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnis übernommen. Der erste Kontakt erfolgt in der Regel über private Kontakte, Job-Portale und soziale Medien, danach werden sie zu Bewerbungsgesprächen bei EY eingeladen. Während eines drei- bis sechsmonatigen Praktikums profitieren sie von Unterstützungsangeboten wie Sprachkursen, Freizeitangeboten zum Netzwerken und einem sich im Auf bau befindlichen Buddy-Programm. Anschließend haben sie die Chance auf eine Verlängerung bzw. eine weitere Beschäftigung. EY arbeitet derzeit, basierend auf den ersten Erfahrungen, an einem einheitlichen Einstiegsmodell, um den Integrationsprozess in das Unternehmen zu vereinfachen und zu beschleunigen.

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Integration gemeinsam bewältigen

Um im Schulterschluss mit Politik, Gesellschaft und weiteren Unternehmen einen konkreten Beitrag zur Integration zu leisten, ist EY darüber hinaus der Initiative „Wir zusammen“ beigetreten. Ziel des Netzwerks ist es, einen Überblick über die zahlreichen Angebote in der Flüchtlingshilfe zu geben und weitere Firmen zum Mitmachen zu bewegen. Alle Teilnehmer wissen, dass Integration nur durch gemeinsames Handeln erfolgreich gestaltet werden kann.

Anlässlich eines Besuchs von Bundespräsident Joachim Gauck bei den Mitgliedern der Initiative sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von EY, Hubert Barth: „Mit unserem Unternehmensleitbild ‚Building a Better Working World‘ machen wir es uns zur Aufgabe, die Wirtschaftswelt von morgen nachhaltig mitzugestalten. Wir sind uns bewusst, dass wir als internationales Unternehmen eine Verantwortung für unser Umfeld tragen − dazu zählt auch die Bewältigung des Flüchtlingszustroms.“

Aus dieser Grundüberzeugung heraus initiierte EY Ende 2015 einen „Runden Tisch“ innerhalb der „Charta der Vielfalt“. Dieser soll dabei helfen, die Flüchtlingshilfe innerhalb der deutschen Wirtschaft besser zu koordinieren. Die Charta der Vielfalt ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in der Unternehmenskultur. Mehr als 2.350 Unternehmen und Institutionen haben sie bisher unterzeichnet.

Die Idee für den „Runden Tisch“ entstand bei einem Treffen der  Unternehmensvorstände mit der Staatsministerin Aydan Özoğuz im September 2015. Bei einem anschließenden Kick-off-Meeting bei EY in Berlin bildeten sich drei Schwerpunkte heraus: die Entwicklung einer internen Kommunikationsplattform, um Best Practices und Erfahrungen auszutauschen − diese ist seit September 2016 live geschaltet; die Erarbeitung einer Informationsplattform für Flüchtlinge; ein dritter Arbeitskreis beschäftigt sich mit Einstiegsmodellen für den deutschen Arbeitsmarkt, z. B. durch Sprachkurse oder Praktika. Im Dezember 2016 trifft sich der Runde Tisch zum vierten Mal unter dem Motto „Ein Jahr Runder Tisch − was haben wir gemeinsam erreicht?“

„Vielfalt bereichert unsere Arbeitswelt“

Ebenfalls Ende 2015 hat EY den Verein „EYcares e.V.“ ins Leben gerufen, der Flüchtlinge, aber auch politisch, rassistisch und religiös Verfolgte unterstützt. „Wir sind überzeugt, dass eine von Vielfalt geprägte Arbeitswelt bereichernd ist und wollen dabei helfen, Flüchtlinge schnell in Gesellschaft und Arbeitsleben zu integrieren. Gleichzeitig wollen wir ein Auseinanderdriften der verschiedenen Teile der Gesellschaft verhindern. Deswegen setzen wir uns nicht nur für Flüchtlinge ein, sondern auch für die Integration anderer, bereits in Deutschland beheimateter,benachteiligter Gruppen in die Wirtschaft“, erläutert Ana-Cristina Grohnert, Mitglied der Geschäftsführung und personalverantwortliche Partnerin. Als erste Maßnahme rief EY seine Mitarbeiter zu Spenden für die Organisation „Save the Children“ auf, die sich unter anderem für Flüchtlingskinder einsetzt. Gleich zu Beginn spendete EY 50.000 Euro.

Mitarbeiter engagieren sich

Der Empfang von Flüchtlingen mit Essen am Bahnhof, der Besuch eines Basketballspiels, die Verabredung zum gemeinsamen Fußballgucken oder die Gründung eines Lauftreffs sind Beispiele dafür, wie sich auch EY-Mitarbeiter privat für die Integration der Flüchtlinge in die Arbeitswelt einsetzen. Das Unternehmen fördert dieses Engagement, indem es seinen Mitarbeitern ein bestimmtes Zeitbudget für ehrenamtliche Tätigkeiten zur Verfügung stellt. Insgesamt haben sich EY-Mitarbeiter so bereits über 1.000 Stunden in der Flüchtlingshilfe engagiert. An vielen Standorten haben zudem Spenden, Ausflüge und Sammelaktionen gestartet und laufen immer noch.

Bei EY.

Bildungsengagement

Der Zugang zu Bildung ist für EY ein weiterer entscheidender Schritt hin zu einer schnellen Eingliederung. Dafür setzt sich das Unternehmen mit seinen Kompetenzen und Ressourcen ein. So unterstützt EY etwa die Kiron University, eine Online-Universität für Flüchtlinge, beim Aufbau eines Rechnungswesens sowie ihrer HR-Systeme und bei der Entwicklung eines zu den besonderen Anforderungen eines sozialen Start-Ups passenden Vergütungsmodells. Die Kiron University ist nicht nur in Deutschland tätig, sondern unterhält Dependancen in Jordanien und der Türkei, um Bildung dorthin zu bringen, wo die meisten Flüchtlinge sind. Bei der Umsetzung dieser Strategie steht EY der Kiron University mit seinen Kenntnissen der lokalen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen zur Seite. Zudem hat EY mit Spenden zur Entwicklung einer Sprach-Lern-App (Lugha) beigetragen, die seit Anfang November kostenlos in den App-Stores erhältlich ist. Zusätzlich entwickelt man gemeinsam mit der The DO School einen Lösungsansatz zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus  begleitet EY operativ und beratend die Facebook- Seite des Syrischen Hauses, ein Projekt des Vereins „Integration HUB e.V.“. Die Facebook-Seite hat bereits über 120.000 Follower und wird von Menschen, die aus Syrien nach Deutschland geflohen sind, dafür genutzt, sich zu vernetzen und über das Leben und Arbeiten in Deutschland zu informieren.

Im Original ist der Text im Jahrbuch "Global Compact Deutschland 2016" erschienen.

 
Quelle: UD/cp

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