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Der Umwelt zuliebe – ressourcenschonendes Onlineshopping

09.08.2017

Der Umwelt zuliebe – ressourcenschonendes Onlineshopping

Onlineshops boomen. 2016 haben in Deutschland 62,7 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen Produkte und Dienstleistungen online bestellt, davon entfielen fast 40 Prozent auf Kleidung und Schuhe. Da Retouren kostenlos sind, bestellen viele Kunden häufig das gleiche Kleidungsstück in mehreren Größen, denn selten können Produktbeschreibungen und Abbildungen die Anprobe im Laden ersetzen. Zwar besagt eine Studie des Deutschen CleanTech-Instituts (DCTI), dass man guten Gewissens online einkaufen kann. Doch lässt sich der Onlinehandel vielleicht noch umweltfreundlicher gestalten?

Onlineshops kann man nicht nur bequem von zu Hause aus besuchen, sie haben oftmals auch eine größere Auswahl als die Läden vor Ort. Dafür ein Beispiel: Wer für eine Party ein Cocktailkleid sucht – das sicherlich nicht zu den Basics im Kleiderschrank gehört – findet im Onlineshop von Van Graaf über 200 Modelle; mit dieser riesigen Auswahl kann das Damenmodesortiment einer Boutique nicht mithalten. Die Kategorien lassen sich meistens nach bestimmten Kriterien filtern – zum Beispiel Langarm- oder Kurzarmkleid, Jersey, Seide oder Wolle –, es gibt Produktbeschreibungen sowie Fotos, die das Kleid aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen. Und doch stellen viele Käufer beim Auspacken der Ware fest, dass das bestellte Kleidungsstück ihnen entweder nicht passt oder nicht steht. Da sind kostenlose Retouren sehr praktisch – aber auch wenig umweltfreundlich, denn der Transport der Päckchen steigert die CO2-Emissionen.

Vorteile des Onlinehandels

Wenn man sich die Rahmenbedingungen des Onlinehandels bewusst macht, hat dieser sicherlich Vorteile gegenüber dem Kauf in einem lokalen Geschäft. So ist davon auszugehen, dass der Energiebedarf eines Großlagers geringer ist als der eines Filialgeschäfts. In einem Laden gibt es Klimaanlage, Heizung, Lüftung und sonstige elektrische Geräte – sie alle benötigen viel Strom. Fährt der Kunde zudem mit dem Auto zum Geschäft, ist laut der DCTI-Studie (PDF) beim Onlinehandel auch der Transport ökologischer, denn hier werden die Pakete gebündelt ausgeliefert.

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Überlegt einkaufen, unnötige Wege vermeiden

Nichtsdestoweniger ist der Onlinehandel nur dann umweltfreundlich, wenn sich der Kunde bewusst ist, dass seine Kaufentscheidungen Auswirkungen auf die Umwelt haben. Was lässt sich konkret tun? Zunächst sollte man nur das bestellen, was man wirklich braucht, denn dadurch lassen sich unnötige Retouren vermeiden. Auch kann man mit dem Zusteller vereinbaren, dass dieser die Sendung an einem bestimmten Ort abgibt, falls man das Paket nicht persönlich entgegennehmen kann – das spart mehrmaliges Fahren, um den Kunden endlich daheim anzutreffen.

Auch die Unternehmen können den Onlinehandel nachhaltiger gestalten. Einige Lebensmittellieferanten machen es bereits vor: Ihre Zusteller nehmen Kühlakkus und sonstige Verpackungen wieder mit, damit diese recycelt oder wiederverwendet werden können. Auch eine Verbesserung der Produktbeschreibungen und Abbildungen ist denkbar, damit der Kunde in der Onlineansicht besser erkennt, ob das Produkt seinen Vorstellungen entspricht – das verringert die Anzahl der Rücksendungen.

Nachhaltig denken und handeln kann jeder, und eine bessere Abstimmung zwischen Verbraucher und Unternehmen kommt der Umwelt auf jeden Fall zugute.

 
Quelle: UD/cp

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