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Faire Rosen aus Afrika

12.05.2017

Faire Rosen aus Afrika

Pünktlich zum Muttertag am 14. Mai ist das interaktive Web-Angebot „Fair Roses?“ online gegangen. Die Seite zeigt auf spielerische Weise, wie der globale Handel mit Schnittblumen funktioniert.

Woher stammen die Billig-Rosen im Supermarkt? Unter welchen Bedingungen werden sie produziert und über welche Stationen gelangen sie bei uns in den Handel? Wer profitiert am meisten vom – nicht nur an internationalen Festtagen – boomenden Geschäft, und gibt es auch Verlierer? Antworten liefert die unter der Regie des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) entstandene Infografik „Fair Roses?“, die ab sofort im Netz abrufbar ist.

Anhand verschiedener Szenarien wirft die interaktiv gestaltete Seite einen Blick hinter die Kulissen eines oft undurchsichtigen Geschäfts. Sie lädt zu einer virtuellen Reise in die Welt der Rosenindustrie ein, auf der die kenianische Farmarbeiterin genauso zu Wort kommt wie der niederländische Handelsagent und der lokale Umweltaktivist. Schritt für Schritt erfährt der Besucher, was die beteiligten Personen miteinander verbindet und wie der globale Handel mit Schnittblumen im Detail funktioniert.

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Die Informationen für „Fair Roses?“ hat der Bonner Geograph Andreas Gemählich beigesteuert. Der Nachwuchswissenschaftler untersucht in seiner Doktorarbeit mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), wie sich globale ökonomische Dynamiken und lokale Arbeitsbedingungen auf die Produktionsstätten der Schnittblumenindustrie am Naivasha-See in Kenia auswirken. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des IfL und der Innsbrucker Geographischen Gesellschaft hat er ein Konzept entwickelt, um seine Forschungsergebnisse anschaulich darzustellen.

Spielerisch und trotzdem nicht zu stark verkürzt

„Das Ziel war, die Reichweite und Auswirkungen unserer Konsumentscheidungen am Beispiel der globalen Verflechtungen im Blumenhandel auf spielerische Weise zu vermitteln“, erklärt Dr. Jana Moser. In einem Team von vier Wissenschaftlern koordiniert sie am IfL ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt, das neue Formen des Wissenstransfers zwischen Forschung und Öffentlichkeit erprobt.

Ohne das Engagement von Geographiestudenten und jungen Geographen sowie Mitgliedern der Innsbrucker Geographischen Gesellschaft wäre „Fair Roses?“ nicht entstanden. Sie haben sich in Workshops, Diskussionsrunden und Rollenspielen intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich die Forschungsergebnisse in ein Drehbuch oder Storyboard übersetzen lassen. Das IfL hat diesen Prozess von der ersten Idee bis zum fertigen Transferprodukt organisiert, moderiert und wissenschaftlich begleitet.

Den Nutzen von Angeboten wie „Fair Roses?“ sieht Autor Gemählich darin, „Menschen bei ihren alltäglichen Kaufentscheidungen zu unterstützen, ohne die Komplexität globaler ökonomischer Dynamiken zu stark zu reduzieren“. Zudem könnten solche Formate insgesamt helfen, Forschungsergebnisse anschaulich und einprägsam zu präsentieren.

 
Quelle: UD/fo

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