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Umweltschonend Dampf machen

09.08.2017

Umweltschonend Dampf machen

Deutschland dampft: Laut einer aktuellen Umfrage der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse gehen rund 26 % der Deutschen gerne in die Sauna oder ins Dampfbad. Gründe dafür sind vor allem die gesundheitlichen Vorteile – wie die Stärkung des Immunsystems gegen Erkältungen und Grippe.

Kein Wunder also, dass sich nach Angaben von Sauna-zu-Hause.de bereits 1,5 Mio. Menschen eine hauseigene Saunakabine angeschafft haben – beispielsweise im eigenen Bad. Über eine nachhaltige Badezimmereinrichtung wurde schon an anderer Stelle geschrieben. Aber ist die Einrichtung einer solchen Wellness-Oase in den eigenen vier Wänden überhaupt umweltverträglich? Tatsächlich verfügen immer mehr Hersteller über Umweltzertifikate und qualitative Gütesiegel wie das RAL-Zeichen. Davon abgesehen gibt es jedoch einige Tipps und Hinweise, mit denen Sauna-Besitzer Energie, Ressourcen und letztlich auch Kosten sparen können.

Die Heimsauna: Auf die Dämmung kommt es an

Der Betrieb einer Heimsauna ist häufig mit hohen Stromkosten verbunden, die Sie mithilfe dieses Rechners im Voraus abschätzen können. Eine Innovation stellt die sogenannte Infrarot-Sauna dar, die mit Lichtstrahlen funktioniert und äußerst effizient ist. Richtigen Schwitz-Enthusiasten wird aber missfallen, dass sich das typische Sauna-Gefühl in diesen hochentwickelten Kabinen nicht einstellt. Die gute Nachricht ist, dass sich auch in der herkömmlichen Sauna Energie sparen lässt. Der wichtigste Faktor: Wärmedämmung. Denn wenn die energieaufwendig erzeugte Wärme von bis zu 100° C durch unentdeckte Lücken entweicht, muss kostenintensiv nachgeheizt werden.

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Die Wände einer Sauna sollten deshalb mindestens 55 mm stark sein. Ärgerlich wäre es, zuerst billig zu kaufen und später teuer nachrüsten zu müssen. Insgesamt sollte man bei einer Privatsauna nicht am Material sparen: Die unter Vorspannung verarbeitete Eingangstür sollte eng in einem massiven Blockrahmen eingefasst sein, Isolierungen gegen austretende Feuchtigkeit sind vor allem im oberen Teil der Wände und an der Decke wichtig. Solche Details kann man beim Kauf selbst in Augenschein nehmen. Ein weiterer Faktor ist die Lüftung, die während des Saunagangs die meiste Zeit geschlossen sein sollte. Vollautomatisierte Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnungsanlagen sind besonders praktisch, da sie die Sauerstoffzufuhr nach Bedarf regeln und zudem energiesparender sind.

Noch mehr Einsparungsmöglichkeiten bietet ein umweltbewusstes Verhalten: Die Kabine sollte man sofort betreten, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Wenn mehreren Menschen gleichzeitig saunen, ist das zudem energiesparender, als wenn jeder einzeln schwitzt. Und selbstverständlich sollte man während des Saunierens die Tür so selten wie möglich öffnen. Bei der Energieversorgung geht der Trend immer mehr in Richtung kostengünstiges Erdgas oder Holz – mit Strom oder Erdöl werden immer weniger Saunaöfen betrieben. All diese Maßnahmen machen es möglich, bis zu 50% der Energie einzusparen!

Die Dampfdusche: Energie und Wasser sparen

Eine beliebte, günstige und platzeffiziente Alternative zur Saunakabine ist die Dampfdusche, von der es eine große Auswahl für ein oder zwei Personen gibt. Die Kombination aus handelsüblicher Dusche und Dampfbad verfügt oft über besondere Ausstattung wie Regenbrause, Massagedüsen, Lichtarrangement und Soundsystem. In der Kabine werden zwar nur Temperaturen von 45 bis 65° C erreicht, dafür aber bis zu 100% Luftfeuchtigkeit! Gute Dampfduschen sind so dicht isoliert, dass sie eine ideale Energieeffizienz bieten. Gleichzeitig sind sie wassersparender als Saunen oder andere sanitäre Anlagen: So werden für ein Vollbad ungefähr 120 Liter benötigt, 20 Minuten duschen erfordern sogar 360 Liter, in derselben Zeitspanne kommt eine Dampfdusche mit gerade einmal 8 Litern Wasser aus! Entsprechend gilt wie bei so vielen Dingen auch beim umweltfreundlichen Saunen oder Dampfbaden die Regel: In Maßen genießt man besser.

 
Quelle: UD/cp

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