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Umweltbewusste Unternehmensgründung

10.02.2017

Umweltbewusste Unternehmensgründung

Umweltbewusstes Handeln hat längst in der Wirtschaft Einzug gehalten. Das gilt nicht erst seit der Energiewende, parallel zur Veränderung der Einstellungen in der Gesellschaft ist das Thema Ökologie in vielen Unternehmen wichtig geworden. Da Konsumenten bei Kaufentscheidungen zunehmend auf Nachhaltigkeit achten, ist Umweltorientierung mittlerweile ein maßgeblicher Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor. Für viele Unternehmen gehört die Nachhaltigkeit aber auch zum Teil der Unternehmenskultur.

Gerade bei Gründungen spielt Umweltbewusstsein eine überdurchschnittliche Rolle. Das hängt zum einen damit zusammen, dass Existenzgründer vor allem jüngere Menschen mit hoher Umweltaffinität sind. Zum anderen weisen viele Geschäftsmodelle einen ausdrücklichen Umweltbezug aus. Nach Angaben des "Green Economy Gründungsmonitors 2015" sind "grüne" Gründungen inzwischen zu einem wesentlichen Motor des Gründungsgeschehens in Deutschland geworden. Jede sechste Existenzgründung fällt in den Bereich der "Green Economy".

Umweltbewusst - nicht nur bei der Geschäftsidee

Umweltbewusste Unternehmensgründungen zeigen sich nicht nur in Geschäftsideen. Bei zahlreichen Gründungen weist das Geschäftsmodell keinen unmittelbaren Umweltbezug auf, es wird aber bei der Umsetzung auf Nachhaltigkeit Wert gelegt. Das Umweltbewusstsein zeigt sich hier in der Organisation, der Ausstattung und den Prozessen. Nachhaltigkeit kann dabei in allen betrieblichen Bereichen - Beschaffung, Produktion, Absatz und Marketing - eine Rolle spielen. Der Business Plan stellt dabei das geeignete Instrument dar, um ein umweltbewusstes Gründungskonzept zu detaillieren.

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Berücksichtigung im Business Plan

Bei Gründungen ist der Business Plan der Leitfaden, der die Umsetzung einer Geschäftsidee beschreibt. Im "Normalfall" spielen Umweltthemen bei Business Plänen eher eine untergeordnete Rolle, sie sind mehr betriebswirtschaftlich ausgerichtet. Es ist aber durchaus möglich, Umweltgesichtspunkte in den Business Plan zu integrieren. Leitlinien können dabei sein:

  • Nutzenorientierung statt Besitzorientierung: konsequenter Einsatz von Sharing-Modellen;
  • Nutzung erneuerbarer Ressourcen bei der Leistungserstellung;
  • effizienter Umgang mit Materialien und Energie im Rahmen der betrieblichen Prozesse;
  • Berücksichtigung der Recycling-Fähigkeit bei Produkten;
  • Minimierung der Umweltbelastung (Emissionen, Verschmutzung, Lärm usw.);
  • Darstellung der Umweltorientierung nach außen: Umweltzertifizierung.

Dabei gilt grundsätzlich, dass auch ein umweltbewusster Business Plan betriebswirtschaftlich und finanziell tragfähig sein muss. Gerade die Finanzierung stellt bei Existenzgründungen häufig einen Engpassfaktor dar. Das trifft auch auf umweltbewusste Unternehmensgründungen zu. Öffentliche Förderprogramme können helfen, solche Engpässe zu überbrücken.

Öffentliche Förderung für umweltbewusste Gründungen und Unternehmen

Es gibt zwar keine speziellen Fördermaßnahmen für umweltbewusste Gründungen, aber die gängigen Gründerprogramme - ERP-Gründerkredit Startgeld und Universell oder ERP-Kapital für Gründung - können auch für Gründungen mit diesem Fokus in Anspruch genommen werden. Anders sieht es im laufenden Geschäftsbetrieb aus. Hier gibt es eine Reihe spezieller Förderprogramme für Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und Umweltschutz. Auf Bundesebene werden sie über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt. Die wichtigsten Programme sind:

  • das KfW-Energieffizienzprogramm: in mehreren Varianten fördert das Programm Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Senkung der Energiekosten bei gewerblichen Gebäuden und Produktionsanlagen/-prozessen;
  • das Programm Erneuerbare Energien: bietet in verschiedenen Ausgestaltungen Förderung für Investitionen in die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien;
  • das KfW-Umweltprogramm: unterstützt Maßnahmen für Umweltschutz und Ressourcenschonung in Unternehmen;
  • das BMUB-Umweltinnovationsprogramm: fördert umweltschutzorientierte Pilotvorhaben bei Innovationen im technischen Bereich.

Die Programme bieten zinsgünstige längerfristige Darlehen und weitere vorteilhafte Konditionen. Umweltbewusste Gründungen und Unternehmen können damit auf ein solides finanzielles Fundament gestellt werden und umweltorientierte Maßnahmen lassen sich so leichter finanzieren.

 
Quelle: UD/cp

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