18.06.2018

01.03.2018

Verkehrswende

Hochschule Ruhr West forscht an "Intelligenter Mobilität"

Forschung bzw. praxisorientierte Forschung ist eine starke strategische Säule der Hochschule Ruhr West. Beweisen können dies nicht nur viele eingeworbene Drittmittel und Forschungsprojekte. Kanalisiert werden die Projekte durch eingerichtete Forschungsschwerpunkte. Neben den bestehenden Forschungsschwerpunkten etabliert sich nun ein weiterer: „Intelligente Mobilität. Intelligente Systeme, Elektromobilität und Mobilitätskonzepte.

Hochschule Ruhr West forscht an "Intelligenter Mobilität"
Intelligente Systeme und E-Mobilität sind Teilaspekte des neuen Forschungsschwerpunktes.

Der neue Forschungsschwerpunkt „Intelligente Mobilität“ widmet sich der Tatsache, dass der Mobilitätsbedarf der Menschen zunehmen. Laut Statistischem Bundesamt steigen die Zulassungszahlen für PKW. Die damit einhergehenden Staus auf den Straßen verursachen einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden, der durch intelligente Mobilitätskonzepte reduziert werden kann.

Neue Mobilitätskonzepte für den steigenden individualisierten Mobilitätsbedarf, für die Urbanisierung und für den demographischen Wandel sind erforderlich. Sie sollten Mobilität bis ins hohe Alter schnell, sicher, effizient und ressourcenschonend ermöglichen.

Im öffentlichen Nahverkehr und in privaten Fahrzeugen werden bereits digitale, vernetzte Assistenzfunktionen und -systeme genutzt. Sie informieren die Personen, warnen sie oder agieren automatisiert.

Neben intelligenten Verkehrsmitteln und Infrastruktureinrichtungen beeinflussen mobile Endgeräte (Smartphones) und die Digitalisierung im häuslichen Umfeld das Thema Mobilität. In Zukunft werden Mobilitätslösungen durch einen noch höheren Grad der Individualisierung, Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung gekennzeichnet sein.

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Endliche Ressourcen begrenzen Mobilität

Ein weiterer Teilaspekt zum Erhalt der Mobilität ist die Verknappung fossiler Brennstoffe. Hier erlaubt die Fortentwicklung der Elektromobilität einerseits den Erhalt der bezahlbaren Mobilität und andererseits Minimierung von Gesundheitsschäden und Unfallfolgen trotz der kontinuierlichen Zunahme des Straßenverkehrs. Elektrifizierung und autonomes Fahren müssen in ein ganzheitliches Mobilitätskonzept integriert werden, um die Synergien in allen Lebensbereichen zu nutzen und den Bedarf und das Erleben der Menschen zu erfassen, Verständlichkeit zu ermöglichen, um Akzeptanz zu steigern, sowie soziale, ökonomische und ökologische Auswirkungen (Nachhaltigkeit, Technikfolgeforschung) zu integrieren. Mehrdimensionale Mobilitätssimulationen helfen dabei.

Ziel des Forschungsschwerpunktes (FSP) ist die Bündelung der vorhandenen Kompetenzen an der HRW auf dem Gebiet der Intelligenten Mobilität. Durch den FSP sollen insbesondere Grundlagentechnologien zur Entwicklung neuartiger Mobilitätslösungen erschlossen werden.

Für eine Technologieentwicklung und -umsetzung wird der Schwerpunkt in Arbeitsfelder (Intelligente Systeme, Elektromobilität und Mobilitätskonzepte) unterteilt, die jeweils anwendungsorientiert erschlossen werden sollen.

Die Arbeitsfelder sind eng mit den Querschnittsthemen Maschinelles Lernen, Big Data, Systemoptimierung und Benchmarking verzahnt, um Methodenkompetenzen in die einzelnen Arbeitsfelder einfließen zu lassen.

Zusammenarbeit verschiedener Forschungsdisziplinen

Die einzelnen Arbeitsfelder werden durch einen Zusammenschluss interdisziplinärer Teams aus den Instituten Informatik, Mess- und Sensortechnik, Maschinenbau, Energiesysteme und Energiewirtschaft der Hochschule Ruhr West bearbeitet.

Am Forschungsschwerpunkt beteiligt sind vier Institute, nämlich Informatik, Maschinenbau, Mess- und Sensortechnik sowie Energiesysteme und Energiewirtschaft. Federführend verantwortlich sind Prof. Dr. Anselm Haselhoff (Institut Informatik), Prof. Dr. Katja Rösler (Institut Maschinenbau), und Prof. Dr. Klaus Thelen, vom Institut Mess- und Sensortechnik. Dort ist beispielsweise auch der Studiengang „Fahrzeugelektronik und Elektromobilität“ angesiedelt. Auch Studierende in Studiengängen wie Angewandte Informatik oder Maschinenbau profitieren von der praxisnahen Forschung. Diese Studiengänge bieten die Vertiefungen Fahrzeugtechnik oder Fahrzeuginformationstechnik an.

Gefördert wird der Schwerpunkt vom 01.01.2018 bis 31.12.2020. Nach positiver Zwischenevaluation ist eine Verlängerung der Laufzeit möglich.

Der neue Forschungsschwerpunkt wurde zum ersten Januar 2018 eingerichtet und ergänzt die seit Sommer 2016 bestehenden Forschungsschwerpunkte: „Berührungslose oder minimal-invasive Methoden“, „Positive Computing“ und „Wasserökonomik und Wasserwirtschaft“.

In den Forschungsschwerpunkten werden die fachliche Expertise mehrerer Professoren und infrastrukturelle Kapazitäten gebündelt. Um die Sichtbarkeit ihres Leistungsangebots in der Forschungslandschaft zu erhöhen, stellt die HRW jährlich Mittel der Internen Forschungsförderung in der Förderlinie „Forschungsschwerpunkte“ bereit.

Quelle: UD/fo
 

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