Klimaklagen entwickeln sich in Deutschland zu einem bedeutenden Werkzeug für mehr Klimaschutz. Ein Team um die Soziologin Lea Frerichs von der Universität Hamburg hat erstmals eine zentrale Online-Datenbank für Klimaklagen in Deutschland entwickelt, die ab sofort frei verfügbar ist. Diese erfasst bereits 221 Verfahren seit 2006. Die Plattform ermöglicht Nichtregierungsorganisationen, Medien, Wissenschaft und Unternehmen eine systematische Recherche zu rechtlichen Auseinandersetzungen im Bereich Klimaschutz und Umweltrecht.
»Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Leistungsdruck, Unsicherheit und permanente Veränderungen prägen nicht nur Unternehmen, sondern auch unsere Gesellschaft und damit unseren Umgang mit Verantwortung und Nachhaltigkeit im Miteinander.
»Der abrupte Stopp nahezu aller US-Auslandshilfe Anfang 2025 hat die globale Menschenrechtsbewegung schwer getroffen. Das belegt ein neues, 42-seitiges Papier von Human Rights Watch. Ermittlungen zu Menschenrechtsverletzungen wurden eingestellt, Opferschutz weggebrochen, Organisationen zur Schließung gezwungen. Die USA waren über Jahrzehnte der weltweit größte Geldgeber für Menschenrechtsarbeit.
»Ein neues Kurzgutachten des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI zeigt: In Deutschland könnten tausende gemeinschaftlich betriebene Wärmenetze entstehen. Trotz hoher Zustimmung in der Bevölkerung bremsen fehlende Planungssicherheit, unklare Vorgaben und mangelndes Fremdkapital den Ausbau – dabei stärken genossenschaftliche Lösungen regionale Wertschöpfung und die Unabhängigkeit von fossilen Energien.
»🎙️ Aktuelle Podcast-Folge
Mit Prof. Dr. Stefan Bayer, German Institute for Defence and Strategic Studies
Folge anhörenKuratierte Studiengänge zu ESG-Reporting, Sustainable Finance, Lieferketten-Compliance und Klimamanagement — DACH und Europa. Stand 2026.
Kuratierte Hintergrund-Hubs der UmweltDialog-Redaktion
Kuratierte Praxisvorlagen der UmweltDialog-Redaktion
19.06.2026 Web
Anmeldephase
Aufruf zur Teilnahme
23.06.2026 Berlin
Forum
EPDs & EU-CPR: Data quality over Greenwashing
24.06.2026 - 26.06.2026 Potsdam
Workshop
Navigating Complex Change for Collective Action
24.06.2026 - 25.06.2026 Berlin
Forum
Dialog zur neuen BMFTR-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“
Das europäische Kohlendioxid-Grenzausgleichssystem CBAM hat seine Erprobungsphase abgeschlossen. Ab 2026 wird es für Importeure kohlenstoffintensiver Waren zur echten Kostengröße: Wer Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel, Strom oder Wasserstoff in die EU einführt, muss erstmals CBAM-Zertifikate kaufen und einlösen. Die Spielregeln sind komplex – und die strategischen Konsequenzen reichen weit über die Compliance-Abteilung hinaus.
»Die Science Based Targets Initiative hat ihren Corporate Net-Zero Standard grundlegend überarbeitet. Version 2.0 erweitert die Instrumente zur Emissionsminderung entlang von Lieferketten, erlaubt erstmals den Einsatz von Umweltzertifikaten für Scope-3-Emissionen und streicht in vielen Fällen die Pflicht zu Langfristzielen. WWF und Wirtschaft reagieren grundsätzlich positiv, mahnen aber klare Umsetzungsregeln an.
»Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, der europäischen Industrie zwischen 2026 und 2030 mehr kostenlose CO₂-Emissionszertifikate zuzuteilen. Das finanzielle Entlastungsvolumen wird auf rund 4 Milliarden Euro geschätzt. Der Schritt soll Stahl, Zement, Chemie und andere energieintensive Branchen vor steigendem Wettbewerbsdruck schützen – und zeigt, wie stark das Gleichgewicht zwischen Klimaschutz und Industriepolitik in Brüssel unter Druck geraten ist.
»Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Leistungsdruck, Unsicherheit und permanente Veränderungen prägen nicht nur Unternehmen, sondern auch unsere Gesellschaft und damit unseren Umgang mit Verantwortung und Nachhaltigkeit im Miteinander.
»Ein neues Kurzgutachten des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI zeigt: In Deutschland könnten tausende gemeinschaftlich betriebene Wärmenetze entstehen. Trotz hoher Zustimmung in der Bevölkerung bremsen fehlende Planungssicherheit, unklare Vorgaben und mangelndes Fremdkapital den Ausbau – dabei stärken genossenschaftliche Lösungen regionale Wertschöpfung und die Unabhängigkeit von fossilen Energien.
»Grüne Jobs gelten als Versprechen der ökologischen Transformation: gut, sicher und zukunftsfest. Eine neue Studie aus dem Fachjournal der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zeigt am Beispiel Frankreichs das Gegenteil: Im Schnitt sind grüne Jobs schlechter bezahlt und weniger stabil als vergleichbare nichtgrüne Tätigkeiten. Besonders geringqualifizierte Beschäftigte tragen die Kosten des grünen Wandels – auf dem Arbeitsmarkt.
»Der erste Blick nach dem Aufwachen gilt dem Smartphone, der letzte Blick vor dem Einschlafen oft auch. Ob in der Bahn, an der Supermarktkasse oder gemütlich auf dem Sofa: Das kleine Display in unserer Tasche zieht uns praktisch magisch an. Wir sind ständig erreichbar, konsumieren pausenlos Nachrichten und wischen uns durch die sozialen Medien. Diese permanente Informationsflut sorgt allerdings meist unbemerkt dafür, dass unser Gehirn kaum noch zur Ruhe kommt. Viele Menschen spüren eine unterschwellige Erschöpfung und sehnen sich nach Momenten, in denen sie einfach mal abschalten können. Digital Detox – also der bewusste, zeitweise Verzicht auf digitale Medien – wird deshalb für immer mehr Menschen zu einem wichtigen Werkzeug, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen.
»Während die Welt immer lauter wird, bieten Irlands alte Wälder einen Rückzugsort für jene, die nach Präsenz, Achtsamkeit und Verbindung suchen. Ob durch folkloristische Waldwanderungen mit einer weisen Frau in achter Generation, einer Bean Feasa, durch meditative Waldbadesessions oder durch mythologische Touren durch keltische Regenwälder: Irlands grüne Seele offenbart sich denen, die innehalten und zuhören.
»Nach der jüngsten Verpackungserhebung hat das Umweltbundesamt dokumentiert, dass es bei deutschlandweiten Geschenkanlässen wie dem Mutter- oder Vatertag, Ostern und Weihnachten zu kurzfristigen Spitzen beim Papier- und Folienabfall kommt.
»Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Pariser Abkommen steigen die globalen Treibhausgasemissionen weiter. Das UN-Umweltprogramm UNEP zeigt in einem neuen Ratgeber 8 konkrete Alltagshandlungen, mit denen jeder seinen CO₂-Fußabdruck messbar senken kann – von der Wärmepumpe über pflanzliche Ernährung bis zur Wahl der Hausbank. Die zentrale Botschaft: Individuelles Handeln allein löst die Klimakrise nicht, kann aber Märkte und Politik bewegen.
»Ende 2025 meldeten mehr als 85 Imker in Uruguay den Tod von 15.000 Bienenvölkern. Wissenschaftler haben chemische Vergiftung nachgewiesen – doch welche Mittel konkret schuld sind, bleibt ungeklärt. Der Fall zeigt ein globales Regulierungsproblem: Pestizidcocktails werden nicht auf ihre Kombinationswirkung geprüft.
»Seit 2020 hat das MOSE-Barrieresystem Venedig 154-mal vor Überflutungen bewahrt. Doch der steigende Meeresspiegel zwingt die Stadt, den Schutzwall immer öfter hochzufahren – mit verheerenden Folgen fürs Ökosystem. Plan B wird bereits gesucht.
»Klimaklagen entwickeln sich in Deutschland zu einem bedeutenden Werkzeug für mehr Klimaschutz. Ein Team um die Soziologin Lea Frerichs von der Universität Hamburg hat erstmals eine zentrale Online-Datenbank für Klimaklagen in Deutschland entwickelt, die ab sofort frei verfügbar ist. Diese erfasst bereits 221 Verfahren seit 2006. Die Plattform ermöglicht Nichtregierungsorganisationen, Medien, Wissenschaft und Unternehmen eine systematische Recherche zu rechtlichen Auseinandersetzungen im Bereich Klimaschutz und Umweltrecht.
»Der abrupte Stopp nahezu aller US-Auslandshilfe Anfang 2025 hat die globale Menschenrechtsbewegung schwer getroffen. Das belegt ein neues, 42-seitiges Papier von Human Rights Watch. Ermittlungen zu Menschenrechtsverletzungen wurden eingestellt, Opferschutz weggebrochen, Organisationen zur Schließung gezwungen. Die USA waren über Jahrzehnte der weltweit größte Geldgeber für Menschenrechtsarbeit.
»Indonesien hat nach über zwei Jahrzehnten ein Schutzgesetz für Haushaltsarbeiterinnen verabschiedet. Doch am Tag nach der Parlamentsabstimmung sprangen zwei junge Frauen – 15 und 18 Jahre alt – aus dem vierten Stock einer Jakartaer Unterkunft, um einer ausbeuterischen Arbeitgeberin zu entkommen. Eine starb, die andere wurde schwer verletzt. Das Gesetz ist ein Fortschritt. Seine Umsetzung entscheidet, ob er ankommt.
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