Auf jeden Euro wirtschaftlicher Wertschöpfung kommt ein verlorener Euro – so lautet die zentrale Botschaft des Circularity Gap Reports 2026. Das von Circle Economy und Deloitte veröffentlichte Standardwerk der Kreislaufwirtschaft führt erstmals das Konzept des „Value Gap“ ein: vermeidbare Wertverluste durch lineare Wirtschaftsweise, die das globale BIP um rund 31 Prozent schmälern. Eine Zahl mit erheblicher politischer Sprengkraft.
»🎙️ Aktuelle Podcast-Folge
Mit Prof. Dr. Estelle L.A. Herlyn, FOM Düsseldorf
Folge anhörenKuratierte Studiengänge zu ESG-Reporting, Sustainable Finance, Lieferketten-Compliance und Klimamanagement — DACH und Europa. Stand 2026.
Ein neues ILO-Forschungsbriefing warnt vor Fehlinterpretationen der verbreiteten KI-Analysen. Sie messen technologische Anfälligkeit, keine Jobverluste. Und sie identifizieren nicht Gering-, sondern Hochqualifizierte als am stärksten exponiert.
»Bundesumweltminister Carsten Schneider stellt 1,75 Milliarden Euro für die Wiedervernässung trockengelegter Moore bereit. 90 Prozent der einstigen Moorfläche liegt noch immer trocken – und emittiert jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen Kohlendioxid.
»Das Monitoring der biologischen Vielfalt ist bislang aufwendig, kostenintensiv und erfordert spezialisiertes Fachwissen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich Veränderungen der Biodiversität jedoch auch einfach und frühzeitig anhand von Tonaufnahmen erkennen. Im Projekt Bio-O-Ton-2 entwickeln Forschende des KIT daraus eine Methode, mit der sich der Zustand von Lebensräumen mit Unterstützung von Bürgern als Citizen Scientists großflächig erfassen lässt. Als Frühwarnsystem soll diese zukünftig bei Behörden zum Einsatz kommen.
»Kuratierte Hintergrund-Hubs der UmweltDialog-Redaktion
Kuratierte Praxisvorlagen der UmweltDialog-Redaktion
09.06.2026 - 10.06.2026 Leipzig
Forum
9th Expert Forum
11.06.2026 Frankfurt am Main
Forum
Veranstaltungsreihe „Klimagerechtigkeit: Welche Rolle spielt Geld bei der Erreichung entwicklungspolitischer Ziele im Globalen Süden?“
16.06.2026 Hamburg
Konferenz
Die etwas andere Nachhaltigkeitskonferenz
17.06.2026 Berlin
Konferenz
Nationale Jahreskonferenz zu Wirtschaft & Biodiversität
Auf jeden Euro wirtschaftlicher Wertschöpfung kommt ein verlorener Euro – so lautet die zentrale Botschaft des Circularity Gap Reports 2026. Das von Circle Economy und Deloitte veröffentlichte Standardwerk der Kreislaufwirtschaft führt erstmals das Konzept des „Value Gap“ ein: vermeidbare Wertverluste durch lineare Wirtschaftsweise, die das globale BIP um rund 31 Prozent schmälern. Eine Zahl mit erheblicher politischer Sprengkraft.
»Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes zeigt eine Analyse des UN Global Compact Netzwerk Deutschland: 98 Prozent der Unternehmen haben die geforderten Managementsysteme eingerichtet – doch nur 29 Prozent berichten überhaupt von entdeckten Verstößen. Für 68 Prozent blieben die Lieferketten offiziell makellos. Ob das Transparenz oder Blindheit widerspiegelt, lässt sich aus den Daten allein nicht sagen.
»Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verpflichtet Unternehmen, die mit waldbasierten Rohstoffen wie Holz, Papier oder Kautschuk handeln oder diese verarbeiten, zu strengeren Nachweispflichten über die entwaldungsfreie Herkunft der verwendeten Rohstoffe. Sie tritt Ende 2026 beziehungsweise für Kleinst- und Kleinunternehmen Mitte 2027 in Kraft. Eine Alternative ist Holz aus heimischer Produktion. NRW legt deshalb eine neue Waldstrategie vor.
»Der Verzicht auf gedruckte Medien gilt in Unternehmen oft pauschal als nachhaltig. Eine ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung zeigt jedoch, dass die Substitution physischer Holzfasern durch Datenströme Umweltbelastungen meist nur verschiebt. Hin zu einem unsichtbaren, erheblichen Ressourcen- und Energiebedarf.
»Das Jahrbuch „Solare Wärme 2026“ präsentiert aktuelle Technologien, Anwendungen und Markttrends. Es zeigt, wie moderne Solarthermieanlagen, Hybridkollektoren und große Freilandanlagen die Wärmewende unterstützen, Wärmepumpen entlasten und industrielle Prozesswärme nachhaltiger machen.
»Globale Lieferketten für Rohstoffe erweisen sich als brüchig. Lokale Quellen rücken in den Fokus von verarbeitender Industrie und Rohstoffunternehmen. Forschende des Fraunhofer IEG arbeiten gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft daran, Lithium aus Tiefenwässern des Norddeutschen Beckens nutzbar zu machen. Ziel ist es, Verfahren zu entwickeln, die sowohl zuverlässig funktionieren als auch flexibel auf die Eigenschaften der lokalen Sole anzupassen sind. Eine mobile, adaptive Pilotanlage testen sie nun im Verbundprojekt RoLiXX, welches mit rund 2,8 Millionen Euro vom BMFTR gefördert wird.
»Während die Welt immer lauter wird, bieten Irlands alte Wälder einen Rückzugsort für jene, die nach Präsenz, Achtsamkeit und Verbindung suchen. Ob durch folkloristische Waldwanderungen mit einer weisen Frau in achter Generation, einer Bean Feasa, durch meditative Waldbadesessions oder durch mythologische Touren durch keltische Regenwälder: Irlands grüne Seele offenbart sich denen, die innehalten und zuhören.
»Nach der jüngsten Verpackungserhebung hat das Umweltbundesamt dokumentiert, dass es bei deutschlandweiten Geschenkanlässen wie dem Mutter- oder Vatertag, Ostern und Weihnachten zu kurzfristigen Spitzen beim Papier- und Folienabfall kommt.
»Ab dem 12. August 2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in allen Mitgliedstaaten. Für Onlineshops und Versandhändler ändert sich damit einiges. Die Verordnung verlangt mehr Materialeffizienz und Raumeffizienz, höhere Recyclatquoten und mittelfristig eine Pflicht zur Versandoption für Mehrweg. Wer heute noch mit Folie polstert und überdimensionierten Kartons arbeitet, gerät unter Druck. Es lohnt sich also, die eigene Verpackung jetzt zu prüfen.
»Bundesumweltminister Carsten Schneider stellt 1,75 Milliarden Euro für die Wiedervernässung trockengelegter Moore bereit. 90 Prozent der einstigen Moorfläche liegt noch immer trocken – und emittiert jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen Kohlendioxid.
»Das Monitoring der biologischen Vielfalt ist bislang aufwendig, kostenintensiv und erfordert spezialisiertes Fachwissen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich Veränderungen der Biodiversität jedoch auch einfach und frühzeitig anhand von Tonaufnahmen erkennen. Im Projekt Bio-O-Ton-2 entwickeln Forschende des KIT daraus eine Methode, mit der sich der Zustand von Lebensräumen mit Unterstützung von Bürgern als Citizen Scientists großflächig erfassen lässt. Als Frühwarnsystem soll diese zukünftig bei Behörden zum Einsatz kommen.
»Indiens informelle Mülltrenner bewältigen 60 Prozent des täglichen Plastikmülls von 26.000 Tonnen. Doch sogenannte grüne Lösungen wie Müllverbrennung, chemisches Recycling und Zertifikatehandel schaffen neue Probleme, bevorzugen Großkonzerne und unterhöhlen das einzige wirksame Mittel: weniger Plastik produzieren.
»Ein neues ILO-Forschungsbriefing warnt vor Fehlinterpretationen der verbreiteten KI-Analysen. Sie messen technologische Anfälligkeit, keine Jobverluste. Und sie identifizieren nicht Gering-, sondern Hochqualifizierte als am stärksten exponiert.
»Im April 2026 lancierten 30 Länder bei den Internationaler Währungsfonds–Weltbank-Frühjahrstagungen die Borrowers’ Platform – das erste internationale Forum, in dem verschuldete Entwicklungsländer gemeinsam koordinieren, statt einzeln mit mächtigen Gläubigerclubs zu verhandeln. Hinter dem Schritt steckt 11,7 Billionen Dollar Auslandsschulden.
»Deepfakes, personalisierte Inhalte und scheinbar „soziale“ Chatbots erhöhen den Druck auf junge Nutzerinnen und Nutzer. Expertinnen und Experten wie Prof. Dr. Jessica Heesen und Bernhard Hüngsberg von der Deutsche Telekom AG fordern klarere Regeln, kindgerechtes Design und mehr Medienkompetenz, damit Kinder Künstliche Intelligenz sicher und selbstbestimmt nutzen können.
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