Während der CO2-Fußabdruck die negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen der Dinge misst, die wir kaufen und tun, zeigt der Handabdruck die positiven Auswirkungen unseres Handelns.
Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus "CBAM" (Carbon Border Adjustment Mechanism), auf den sich die EU verständigt hat, führt einen CO2-Preis auf die Einfuhr bestimmter, außerhalb der EU hergestellten Waren ein.
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Abfallmanagement bedeutet, unternehmerische Abfälle verstärkt in den Blick zu nehmen, um Transparenz zu schaffen, Kosten zu sparen oder gar Wertstoffe, die bisher entsorgt wurden, zu verkaufen. Dabei ist der Antrieb, möglichst effizient mit den zur Verfügung stehenden Rohstoffen umzugehen, wodurch sowohl die Umwelt entlastet wird, als auch Rohstoffknappheit und Rohstoffpreissteigerungen begegnet werden kann.
Mit Arbeitssicherheit ist die Sicherung Beschäftigter bei der Arbeit vor gesundheitlichen Risiken gemeint. In Deutschland überprüfen staatliche Gewerbeaufsichtsämter, sowie die Träger der Unfallversicherung die Arbeitssicherheit. So erlassen beispielsweise Gewerblichen Berufsgenossenschaften, als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und somit für die Arbeitssicherheit zuständige Institutionen, genossenschaftliche Vorgaben und Empfehlungen. Dazu können sich Unternehmen anmelden.
Mit dem Begriff Biodiversität wird das deutsche Wort Artenvielfalt übersetzt und spezifiziert. Biodiversität meint dabei die Gesamtheit aller Arten – von Einzellern über Pflanzen bis hin zu großen Säugetieren – und die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen. Der Erhalt der natürlichen Biodiversität der Erde ist ein Hauptziel der Vereinten Nationen, dem mittlerweile verschiedene Konferenzen (etwa Nagoya/2010 oder Hyderabad/2012) gewidmet wurden.
Das Konzept der „Bottom of the Pyramide“ (BoP) beschreibt Ansätze, bisher vernachlässigte Bevölkerungsschichten in die unternehmerische Wertschöpfungskette einzubeziehen. Als Base oder Bottom of the Pyramide gelten dabei nach Daten der Weltbank, mehr als die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung. Dieser Teil lebt bei einem verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen (gemessen in Kaufkraftparitäten) von bis zu 1,25 US-$ pro Tag entweder in „extremer Armut“ oder bei einem Einkommen von 1,25 bis 2,5 US-$ in „moderater Armut“.
Der Brundtland-Report (ursprünglich unter dem Titel „Our Common Future/Unsere gemeinsame Zukunft“ erschienen) wurde 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen veröffentlicht. Den Vorsitz der Kommission führte der ehemalige norwegische Ministerpräsident Gro Harlem Brundtland. Der Bericht gilt als die Grundlage für den gesellschaftlichen Diskurs über Nachhaltigkeit und wurde für seine Definition des Begriffs „Nachhaltige Entwicklung“ bekannt. Als wichtiger Faktor wurde die Generationengerechtigkeit aufgegriffen. Der Bericht gilt als Grundlage für den „Erdgipfel“ 1992 in Rio.
Business Social Compliance Initiative (https://www.bsci-intl.org/ ) Initiative zur Verbesserung der sozialen Standards und des Schutzes der Arbeitnehmer in der weltweiten Wertschöpfungskette. Dazu bietet die Initiative Überwachungs- und Qualifikationssysteme an und empfiehlt einen Verhaltenskodex für Unternehmen, um Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Das „Carbon Disclosure Project“ (CDP) ist die weltgrößte Investoreninitiative im Bereich Emissionen. Mit weltweit etwa 551 Großinvestoren verwaltet die Initiative ca. 71 Billionen Dollar Vermögen (August 2011). Das CDP wurde 2002 als unabhängige, gemeinnützige Organisation gegründet. Ihre „Marktmacht“ nutzt die Initiative, um jedes Jahr die größten börsennotierten Unternehmen aus allen Kontinenten aufzufordern, ihre Treibhausgas-Emissionen offen zu legen und zu senken. Grundlage hierfür soll eine von den Konzernen erarbeitete und transparent offengelegte Klimastrategie sein. Den Investoren geht es um die Absicherung der Klimarisiken, die mit ihren Kapitalanlagen verbunden sind. Der Druck der Investoren – dem sich mehr und mehr Unternehmen gebeugt haben – dient somit zur Verminderung des von Menschen verursachten Klimawandels.
Der CO2-Fußabdruck, oder auch die CO2-Bilanz, bemisst die Auswirkungen von Produkten oder Dienstleistungen auf den Klimawandel. Zu diesem Zweck werden die direkten und indirekten Kohlendioxid-Emissionen (gemessen in CO₂) und Treibhausgas-Emissionen (gemessen in CO₂-Äquivalenten, CO₂-eq) zusammengefasst.
CO2 – Kompensationen sind Ausgleichszahlungen, die den Klimaschutz unterstützen. Dabei werden die bei der Herstellung eines Produktes und der Nutzung einer Dienstleistung verursachte CO2-Emissionen woanders (Aufforstungs-, Klimaschutzprojekte etc.) wieder ausgeglichen, wodurch diese als “klimaneutral” bezeichnet werden können. Hier gilt es jedoch zu beachten, das die Reduktion von Treibhausgasemissionen der Kompensation vorzuziehen ist.
Mit Corporate Citizenship wird das bürgerschaftliche Engagement in und von Unternehmen bezeichnet. Die Basis bildet dabei eine mittel- und langfristige unternehmerische Strategie verantwortungsvollen Handelns, bei der sich die Unternehmen über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus als „guter Bürger“ innerhalb und für die lokale Zivilgesellschaft engagieren. Bei diesem Engagement können sowohl ökologische als auch kulturelle Belange eine Rolle spielen. Beim Corporate Citizenship sollte es idealerweise darum gehen, eine Win-Win-Situation zu erzielen. Ursprünglich geprägt wurde diese Form des Managements im angelsächsischen Raum als Teil einer Public-Affairs-Strategie.
Mit Corporate Giving wird das Engagement von Unternehmen bezeichnet, bei dem Projekte im Gemeinwesen durch Spenden, Sponsoring oder durch die Gründung von Stiftungen unterstützt werden. Die wichtigste Form hierbei ist das so genannte „Matching“, bei dem Mitarbeiterspenden mit finanziellen Mitteln des Unternehmens aufgestockt werden.
Corporate Governance bezeichnet eine Reihe von Maßnahmen und Regeln innerhalb eines Unternehmens zur Sicherstellung von transparenten Führungsstrukturen. Ein System von internen und externen Kontrollmechanismen überwacht so die Zusammenarbeit zwischen Management, Aufsichtsrat, Anteilseignern und anderen Stakeholdern. In den meisten Fällen bezeichnet Corporate Governance auch die auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung.
Unter Corporate Social Responsibility – zu deutsch „unternehmerische Verantwortung“ – versteht man die Ausrichtung der Ökonomie nach finanziellen, ökologischen und sozialen Kriterien. Ziel ist eine Wirtschaftsordnung, die eine Nutzung und nicht Übernutzung der natürlichen Ressourcen vorsieht, ohne dabei die Rechte zukünftiger Generationen einzuschränken.
Als Corporate Volunteering bezeichnet man die Unterstützung der Mitarbeiter bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Dies kann in Form von Arbeitszeitanpassungen oder durch die Abordnung der Mitarbeiter für bestimmte Projekte geschehen. Auch das persönliche gesellschaftliche Engagement des Unternehmers resp. Unternehmens selbst wird als Corporate Volunteering bezeichnet
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex wurde 2011 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung beschlossen und hat das Ziel, Nachhaltigkeitsleistungen von deutschen Unternehmen in einer Datenbank sichtbar, transparent und vergleichbar zu machen und dadurch die Verbindlichkeit für nachhaltiges Wirtschaften zu erhöhen.
Der Dow Jones Sustainability Index misst die Nachhaltigkeitsperformance führender Großkonzerne. Die Analyse beruht dabei sowohl auf globalen als auch sektorspezifischen Kriterien. Zugrunde liegt die Überzeugung, dass nachhaltiges Wirtschaften langfristig auch den Shareholder-Value steigert. Zur Indexfamilie gehören unter anderem: DJSI World, DJSI North America, Dow Jones Islamic Market Sustainability Index sowie DJSI EURO STOXX 40.
„Emission“ ist eigentlich ein neutraler Begriff für „Ausstoß“ (von Lateinisch emittere „herausschicken, -senden“). In der Klimadebatte ist dieser jedoch negativ konnotiert und wird vor allem auf den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase, wie z.B. Kohlenstoffdioxid, Methan oder Fluorkohlenwasserstoffe, reduziert.
Das Wort Emissionshandel steht für den Handel mit Emissionszertifikaten. In der EU wurde er 2005 als Instrument der Umweltpolitik verbindlich eingeführt, wobei sich die Anfänge der Idee auf das Jahr 1968 und den kanadischen Ökonomen John Harkness Dales zurückführen lassen. Ziel des Emissionshandels ist es, die Masse der ausgestoßenen Treibhausgase zu verringern. Zu diesem Zweck müssen Unternehmen für den Ausstoß Zertifikate erwerben, die einen Ausgleich der Belastung sicherstellen sollen.
Bezeichnung für ein Handelsprinzip, bei dem die Hersteller aus Schwellen- und Entwicklungsländern einen fairen Preis für ihre Produkte erzielen können. Dieser soll ausreichen, die Lebensgrundlage der Produzenten zu sichern und ihren Familien einen Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und ausreichend Nahrungsmitteln zu ermöglichen.
Die Global Reporting Initiative (GRI) ist ein Zusammenschluss unterschiedlicher Anspruchsgruppen, um einen einheitlichen Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entwickeln und durchzusetzen. Die Initiative wurde 1997 von Ceres in Partnerschaft mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegründet. Nachdem der Richtlinienkatalog GRI3 seit Oktober 2006 den Rahmen für die Mehrzahl der globalen CSR-Reports bildete, wird er seit 2013 durch die neuste Version GRI4 ersetzt.
Als Hinweisgebersystem versteht man die Eröffnung eines vertraulichen Kommunikationskanals für z.B. Mitarbeiter eines Unternehmens, um Ethikverstöße und Straftaten innerhalb des Unternehmens schnell zu erkennen, bei gleichzeitiger Vermeidung von „Denunziantentum“ und Schutz des Informanten. Dieser „Kommunikationskanal“ kann z.B. entweder ein Ombudsmann, eine Telefonhotline oder eine Softwaregestützte Lösung sein. Es könnte auch als systemische Abbildung eines Whisleblowings verstanden werden.
International anerkannter Leitfaden zur Implementierung von Steuerungselementen für gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Die Norm bietet dabei lediglich Orientierung und gibt Handlungsempfehlungen, kann aber nicht verbindlich zertifiziert werden. Die ISO 26000 wurde im November 2010 veröffentlicht
Vertragswerk, mit dem die Industrienationen 1997 den Kampf gegen den Klimawandel und die Umweltverschmutzung institutionalisieren wollten. Enthalten waren verbindliche Zusagen aller Staaten zu einer Reduzierung beim Ausstoß von Klimagasen. Das Protokoll trat 2005 in Kraft, wurde aber u.a. von den USA und China – den größten Produzenten von Klimagasen – nicht ratifiziert.
Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip, welches soziale, ökonomische und ökologische Aspekte/Ziele gleichzeitig und gleichberechtigt berücksichtigt. Dabei wird die natürliche Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems in den Vordergrund gestellt, um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen [vgl. Trible Botom Line/ 3 Säulen-Model etc.].
Öko-Effizienz stellt dem ökonomischen Effizienz-Begriff eine Kennzahl entgegen, die die Auswirkungen eines Produktes oder einer Dienstleistung auf die Umwelt von der Herstellung, über die Nutzung bis hin zur Entsorgung beziffern. 1991 wurde dieser Begriff von dem World Business Council for Sustainable Development eingeführt.
Als Public Private Partnership (PPP) werden Projekte bezeichnet, die durch die langfristige Zusammenarbeit von öffentlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren realisiert werden. Wichtig ist dabei, dass beide Seiten sich gleichermaßen in das Projekt einbringen. Grundsätzlich wird zwischen den beiden Grundtypen Organisations- und Vertrags-PPP unterschieden. Erstere wird im Rahmen einer gemeinsamen Organisation institutionalisiert, während bei zweiterer ein Vertrag die Basis der Kooperation bildet.
Regionale Produkte helfen insbesondere dabei CO2 Emissionen durch lange Transportwege zu vermeiden. Daher wird bei einzelnen Produkten mit Regionalität geworben. Dabei ist jedoch Vorsicht anzubringen, da „Regional“ nicht klar definiert ist und dadurch sehr dehnbar ausgelegt werden kann.
Die Rote Liste der gefährdeten Arten (Original: Red Data Book) wird seit 1963 von der Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) veröffentlicht. Sie gibt einen Überblick über gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tierarten und ist das wichtigste Referenzmittel beim Kampf für den Erhalt der Artenvielfalt.
Internationaler Standard für Soziale Verantwortung von Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung von Arbeitsbedingungen, der SAI (Social Accontability International), der auf Richtlinien der ILO sowie UN zurückgreift. Der Standard ist zertifizierbar.
Darunter werden Geldanlagen in Aktien von Unternehmen zusammengefasst, die ethisch als unproblematisch gelten. Die Auswahlkriterien variieren – häufig sind allerdings Rüstungs- und Tabakfirmen, Nahrungsmittelspekulanten sowie kritische Industriezweige (etwa Atomkraft oder Alkoholproduzenten) ausgeklammert.
Als Stakeholder werden alle Anspruchsgruppen bezeichnet, die von den Handlungen einer Unternehmung betroffen sind. Aus Unternehmenssicht sind dies klassischerweise: Kunden, Eigentümer, NGOs, Geschäftspartner und politische Entscheidungsträger.
Supply-Chain-Management oder auch Lieferkettenmanagement berücksichtigt den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Rohstoffgewinnung bis zum Verkauf und steuert diesen. Notwendig wird ein Lieferkettenmanagement spätestens dann, wenn ein Unternehmen den Anspruch erhebt nachhaltig zu wirtschaften bzw. nachhaltige Produkte anzubieten und dabei natürlich auch alle Zulieferer dementsprechend auswählen muss.
Der Treibhauseffekt bezeichnet den Einfluss verschiedener gasförmiger Stoffe auf die Temperaturentwicklung der Erde. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde die Temperatur auf der Erde von momentan durchschnittlich 15 Grad auf -18 Grad sinken. In den letzten Jahrzehnten entzündet sich die Diskussion zunehmend am vom Menschen gemachten Treibhauseffekt. Mit der industriellen Revolution begannen die europäischen und nordamerikanischen Staaten damit, verstärkt Treibhausgase in die Atmosphäre zu entlassen. Dies führte nach Meinung vieler Forscher zu einem zusätzlichen Anstieg der globalen Temperaturen mit großen Auswirkungen auf die klimatischen Bedingungen des Planeten.
Managementansatz nach John Elkington und Professor Bernd Heins, der darauf abzielt, die Unternehmenspolitik über drei Säulen zu legitimieren: die ökonomische-, ökologische- und soziale Dimension.
Labels, Standards und Zertifikate versuchen den Kunden bei der Kaufentscheidung zu unterstützen, indem der Verbraucher über die Inhalte von Produkten informiert und Transparenz hergestellt wird. Insbesondere im Nachhaltigkeitsbereich gibt es zahlreiche Labels und Siegel die unterschiedliche Qualitätsansprüche haben. Informationen zu einzelnen Labels finden sich z.B. unter http://label-online.de/
Die “United Nations Guiding Principles on Business and Human Rights” sind Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte. Die Leitprinzipien legen dar, wie Staaten und Unternehmen das UN „Protect, Respect and Remedy“ Rahmenwerk implementieren können, dass einem sechsjährigen Forschungs- und Konsultationsprozess, unter der Federführung von Professor Ruggie entsprungen ist.
Die nachhaltige Ausrichtung eines Unternehmens wird häufig in einem selbstgegebenen Verhaltenskodex oder auch Code of Conduct festgeschrieben. Er dient dazu, die eigenen Maßstäbe und Richtlinien transparent offenzulegen und einforderbare Selbstverpflichtungen zu schaffen.
Whistleblowing bezeichnet die Weitergabe wichtiger Informationen über Rechtsbrüche oder anderweitiges Fehlverhalten an Dritte. Im unternehmerischen Kontext wird Whistleblowing vermehrt als Methodik zum frühzeitigen Erkennen von Verstößen gegen den Code of Conduct oder andere Firmenvorgaben gesehen und systematisiert.
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