Das Institut Bauen und Umwelt e.V. betreibt ein Deklarationsprogramm für Bauprodukte. Unter dem Dach des IBU bekennen sich über 350 Unternehmen und Verbände zur Nachhaltigkeit und sorgen mit ihren Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) dafür, dass der ökologische Aspekt in die Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden einfließen kann. Das IBU ist international einer der führenden Programmbetreiber für Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declaration, kurz: EPD) im Bauwesen nach der europäischen Norm EN 15804. Das IBU-EPD-Programm steht für umfassende Ökobilanzen und Umweltwirkungen von Bauprodukten und eine unabhängige Überprüfung durch Dritte.
Institut Bauen und Umwelt e.V.
Baustoffbranche
Berlin
1980
über 350 Unternehmen und Verbände aus der Baustoff- und Bauproduktindustrie
Quelle: Institut Bauen und Umwelt e.V.
Seit mehr als 30 Jahren verpflichtet sich das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) dem Leitgedanken des nachhaltigen Bauens, für das neutrale Produktinformationen notwendig sind. Mit mehr als 200 Mitgliedern, darunter 42 nationale und europäische Verbände, ist das IBU inzwischen der europaweit größte Zusammenschluss von Herstellern der Baustoffindustrie.
Damit sich eine Gesellschaft ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst wird, braucht es Vordenker und Vorreiter – auch aus der Wirtschaft. Dieses Fazit lässt sich aus dem Rahmenprogramm der diesjährigen Mitgliederversammlung des Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) ziehen.
Für alle im Gebäude verbauten Produkte sollten Umwelt-Produktdeklarationen vorliegen. So wünscht es sich der Präsident der German Green Building Association (GGBA), Kay Killmann. Denn, „sie fördern den Bau nachhaltiger Gebäude und sind gefragt“, betonte er während seines Vortrags auf dem EUREF-Campus in Berlin.
Die umweltorientierte Vergabe öffentlicher Aufträge (Green Public Procurement – GPP) ist ein wesentliches Instrument, um Umweltkriterien im Bausektor stärker zu berücksichtigen. Dazu ist nun ein Fachartikel erschienen, der sich unter anderem mit den Rechtsgrundlagen auseinandersetzt.
Die Methode der Ökobilanzierung ist eine der effektivsten Wege um herauszufinden, wie Konstruktionsarten, Energiekonzepte, Bauteile, Produkte, also alle Planungsaspekte im Verlauf eines Neubaus, einer Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahme auf die Umwelt wirken.
Umweltproduktedeklarationen (EPDs) nach EN 15804 sind in der Dach- und Holzbaubranche etabliert, so die Bilanz von IBU-Geschäftsführer Burkhart Lehmann nach dem Besuch der diesjährigen DACH+HOLZ International 2018 in Köln.
Der Sachverständigenrat (SVR) des IBU stellt die oberste fachliche Instanz für die Arbeit des IBU und den Betrieb seines internationalen EPD-Programms für Bauprodukte dar. Dort engagieren sich Experten aus Wissenschaft, Normung, Bau- und Umweltbehörden, Bauwirtschaft und Gebäudezertifizierungssystemen, um das Programm zu überwachen und weiterzuentwickeln. Nun tagte der SVR zum fünfzigsten Mal.
Kelle, Meißel, Wasserwaage: Wenn es um die Digitalisierung geht, denken wohl die wenigsten Menschen als erstes an die Bauwirtschaft. Doch genau die könnte von Bits und Bytes mächtig profitieren. Das Zauberwort lautet BIM und beschreibt ein Verfahren, mit dem sich Gebäude mit allen Beteiligten digital planen, bauen, betreiben lassen. Das verspricht neben Kostensenkungen auch mehr Nachhaltigkeit – perspektivisch zumindest.
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