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Wasserbedingte Krankheiten führen jährlich  zu 3,5 Millionen Todesfällen

21.03.2017

Wasserbedingte Krankheiten führen jährlich zu 3,5 Millionen Todesfällen

Ohne Wasser gibt es kein Leben, keine Nahrung, keine Entwicklung. Ohne Wasser können sich weder Länder noch Gesellschaften wirtschaftlich, kulturell, sozial oder politisch entwickeln. Der Zugang zu Wasser ist wichtig und beeinflusst unser aller Leben, nicht nur in direkt betroffenen Regionen Afrikas oder des Asien-Pazifik-Raums und in bestimmten Regionen Lateinamerikas, sondern auch in entwickelten Ländern in Europa und Nordamerika. Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser kann Hungersnot, Kriege und unkontrollierte und irreguläre Migration zur Folge haben.

Gegenwärtig haben 319 Millionen oder 32 Prozent der Subsahara-Afrikaner, 554 Millionen Asiaten oder 12,5 Prozent und 50 Millionen Lateinamerikaner oder 8 Prozent keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. In diesen Regionen hat Papua-Neuguinea die niedrigste Verfügbarkeit, da nur 40 Prozent der Menschen Zugang haben, gefolgt von Äquatorialguinea mit 48 Prozent, Angola mit 49 Prozent, Tschad und Mosambik mit 51 Prozent, der Demokratischen Republik Kongo und Madagaskar mit 52 Prozent und Afghanistan mit 55 Prozent.

Wasser: ein Weckruf, den Regierungen ansprechen müssen

Weltweit verursacht die Wasserunsicherheit der globalen Wirtschaft geschätzte Gesamtkosten in Höhe von jährlich 500 Milliarden US-Dollar. Einschließlich der Umweltbelastung kann diese Zahl auf 1 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen.

Unter Beachtung des Weltwassertags am 22. März fordert der Weltwasserrat (World Water Council, WWC) alle Regierungen dazu auf, sich auf die Wasserprobleme zu konzentrieren, und ermutigt sie dazu, mit einem entsprechenden Teil ihrer Budgets Projekte zu unterstützen, die allen Menschen auf dem Planeten Zugang zu sicherem Wasser ermöglichen, da 12 Prozent der Weltbevölkerung gegenwärtig keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser hat und wasserbedingte Krankheiten jährlich zu 3,5 Millionen Todesfällen führen.

„Die Wassersicherheit muss unbedingt erhöht werden, um die durch den Klimawandel und menschlichen Einfluss ausgelösten Herausforderungen zu meistern. Staatsoberhäupter sind sich bewusst, dass Sanitärversorgung ein wesentlicher Bestandteil der Volksgesundheit ist, aber wir müssen jetzt handeln, um das globale Ziel Nr. 6 der UN für nachhaltige Entwicklung - die Gewährleistung des Zugangs zu sicherem Wasser und Sanitärversorgung für alle weltweit bis 2030 - zu erreichen. Wir benötigen Engagement auf den höchsten Ebenen, sodass jeder Ort und jede Stadt weltweit sicherstellen kann, dass sichere, saubere Wasserressourcen zur Verfügung stehen.“

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Der Weltwasserrat (WWC), gegründet im Jahre 1996, besteht aus weltweit über 300 Mitgliedsorganisationen, deren Hauptziel die Förderung der Verfügbarkeit von sicherem Wasser für alle und der Beitrag zur allgemeinen Erhöhung der Wassersicherheit ist. Als wichtiger Förderer der Finanzierung von Projekten für die Wassersicherheit und als treibende Kraft für politische Veränderung im Kampf für Wassersicherheit, vereint der Weltwasserrat weltweit hunderte von Verbänden, Thinktanks, Universitätsorganen, Regierungen und Institutionen, privaten und öffentlichen Unternehmern, Dienstleistungsanbietern und Wasserexperten, um die Wassersicherheit zu verbessern. Der Weltwasserrat ermutigt Regierungen und Bürger dazu, die Wassersicherheit in ihren Heimatländern zu erhöhen, und die Nationen zu unterstützen, die am dringendsten Hilfe benötigen, nämlich die in Subsahara-Afrika und Asien, wo 32 Prozent bzw. 12,5 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sicherem Wasser haben.

Wasser: ein universelles Menschenrecht

„Der diesjährige Weltwassertag konzentriert sich auf die Auswirkung von Abwasser“, erklärte Benedito Braga, Präsident des Weltwasserrats. „Ungefähr 90 Prozent des weltweiten Abwassers gelangen unbehandelt in die Umwelt, während mehr als 923 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben, 2,4 Milliarden keine angemessene Sanitärversorgung haben, eines von fünf Kindern unter 5 Jahren vorzeitig an wasserbedingten Krankheiten stirbt und fast 40 Prozent der Bevölkerung bereits vor einer Wasserknappheit steht, die sich bis 2025 auf 66 Prozent oder zwei Drittel der Bevölkerung erhöhen können. Darüber hinaus leben ungefähr 700 Millionen Menschen in ländlichen Gegenden, in denen es keine sicheren Toiletten gibt.“

Viele Länder wissen, dass Wassersicherheit wichtig ist. Während die UN das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung 2010 anerkannt hat, erkannten zwei Drittel der 94 Länder, die die Weltgesundheitsorganisation 2014 befragte, Trinkwasser und Sanitärversorgung als universelles Menschenrecht ausdrücklich in der nationalen Gesetzgebung an. Circa 90 Prozent gaben an, dass nationale Richtlinien für Trinkwasser und Sanitärversorgung vorhanden sind und mehr als 75 Prozent haben Richtlinien für Hygiene eingeführt. Jedoch muss noch viel mehr getan werden. Ab jetzt bis 2030 werden jährlich Investitionen in geschätzter Höhe von 650 Milliarden US-Dollar benötigt, um sicherzustellen, dass die für die universelle Wassersicherheit erforderliche Infrastruktur eingerichtet wird.

Aus einem Wasserhahn strömt ein breiter Strahl Leitungswasser.

Wassersicherheit: eine Investition mit hoher Rentabilität

Braga merkt an: „Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in fast allen Bereichen. Es stellt sicher, neben anderen Vorteilen, dass für alle genügend Nahrung vorhanden ist, bietet ausreichende und stabile Energieversorgung und stellt eine Markt- und industrielle Stabilität sicher. In Bezug auf Naturkatastrophen und Klimawandel sind Überschwemmungen und Dürren die Grundursache für die Leiden vieler unserer Gesellschaften. Eine verbesserte Mehrzweckinfrastruktur ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Wachstum für viele Entwicklungsländer.“

Er fügt hinzu: „Die Welt hat ihr Sanitärversorgungsziel nicht erreicht, wodurch 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu verbesserten Sanitäreinrichtungen haben. Aus diesem Grund ist es unbedingt erforderlich, dass alle Nationen weiterhin das Wasser und die Sanitärversorgung verbessern. Für jeden Dollar, der in Wasser und Sanitärversorgung investiert wird, gibt es eine geschätzte Rendite von 4,3 US-Dollar (400 Prozent) in Form von geringeren Gesundheitskosten für Einzelne und die Gesellschaft weltweit. Im Vorfeld des Weltwasserforums im März 2018 in Brasilien, das über 30.000 Politiker, Experten, Akademiker und Nichtregierungsorganisationen zusammenführt, um an einer verbesserten Wassersicherheit und Wasserverfügbarkeit zu arbeiten, ermutige ich alle Regierungen dazu, einen höheren Prozentsatz ihrer Gesamtbudgets in Projekte zu investieren, die die Wassersicherheit verbessern.“

Der Weltwasserrat setzt seine Mission zur Verwirklichung einer größeren Wassersicherheit für alle fort und organisiert gegenwärtig das 8. Weltwasserforum, die weltweit größte wasserbezogene Veranstaltung. Zu der kommenden Veranstaltung werden über 30.000 Teilnehmer erwartet und sie wird in nur einem Jahr vom 18. bis zum 23. März 2018 unter dem Motto „Wasser teilen“ in Brasilien stattfinden. Das letzte Weltwasserforum wurde vom Weltwasserrat in der Republik Korea veranstaltet und vereinte zehntausende Teilnehmer aus 168 Ländern, einschließlich neun Staatsoberhäupter, 80 Regierungsminister und hunderte von offiziellen nationalen und lokalen Regierungsdelegationen.

 
Quelle: UD/pm

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