Klimawandel

Städte fordern Förderung nachhaltiger Heiz- und Kühlsysteme

Vertreter der Städte und Regionen fordern konkretere Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Wärme- und Kälteerzeugung in Europa. 50 Prozent des Energieverbrauchs der EU entfallen auf die Wärme- und Kälteerzeugung, weshalb es wichtig ist, dass die EU die Ziele im Energiebereich und die eingegangenen Verpflichtungen zum Klimaschutz auch einhält. Die Entwicklung intelligenter Fernwärmelösungen hätte positive Auswirkungen auf die Umwelt und würde die Versorgungssicherheit erhöhen, so die Position der Städte und Regionen in einer jetzt auf der Plenartagung des Europäischen Ausschusses der Regionen verabschiedeten Stellungnahme.

19.10.2016

Städte fordern Förderung nachhaltiger Heiz- und Kühlsysteme zoom

Der Europäische Ausschuss der Regionen begrüßt zwar die jüngsten Entwicklungen für eine nachhaltige Wärme- und Kälteerzeugung in Europa, fordert die Kommission jedoch auf, konkretere Maßnahmen zu ergreifen und die bestehenden Instrumente zur finanziellen Unterstützung besser miteinander zu verknüpfen, um einen Multiplikatoreffekt zu erzielen. Auf die Wärme- und Kälteerzeugung entfallen 50 Prozent des Energieverbrauchs in der EU. Die Entwicklung intelligenter Fernwärmelösungen hätte positive Auswirkungen in Bezug auf die Senkung der Emissionen und würde die Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern, so die Kommunalvertreter.

„Die Strategie der Europäischen Kommission für die Wärme- und Kälteerzeugung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, bleibt allerdings noch zu wenig konkret“, sagte Daiva Matoniené (LT/EKR), Mitglied des Stadtrates von Šiauliai und stellvertretende Umweltministerin Litauens sowie Berichterstatterin für den Stellungnahmeentwurf zum Thema Eine EU-Strategie für die Wärme-und Kälteerzeugung.

Kurz vor dem Weltklimagipfel COP 22 Anfang November in Marrakesch sind die von Daiva Matoniené angesprochenen Punkte von entscheidender Bedeutung für die Umsetzung der Energie- und Klimaziele der EU.

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„Wir als lokale und regionale Gebietskörperschaften müssen bei diesem lokal bedeutsamen Thema die Vorreiterrolle übernehmen und uns für Strategien zur Förderung einer nachhaltigen Wärme- und Kälteerzeugung einsetzen. Der Kommission kommt in diesem Zusammenhang die Rolle zu, finanzielle und technische Unterstützung zu leisten, aber es ist wichtig, dass die EU die zentrale Bedeutung der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften für diesen Prozess anerkennt“, sagte Frau Matoniené.

Die Regional- und Kommunalvertreter hoben hervor, dass die Gebietskörperschaften in den Bemühungen der EU auf diesem Gebiet als Partner angesehen werden müssten, und wiesen gleichzeitig darauf hin, wie unterschiedlich die Rahmenbedingungen in den Städten und Regionen sind. Die konkreten Erfahrungen in den Städten und Regionen sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig, da die Planung der Heizsysteme, die Entwicklung der Infrastruktur, die Gewinnung von Investoren sowie die Konsultation der Verbraucher in die Zuständigkeit der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften fallen.

Die Kommunalvertreter geben Empfehlungen zur Strategie der Europäischen Kommission für die Wärme- und Kälteerzeugung ab, die Teil des Pakets zur nachhaltigen und sicheren Energieversorgung ist, das dem Rat und dem Parlament im Februar 2016 vorgelegt wurde.

Frau Matoniené machte deutlich, dass die EU die unterschiedlichen Bedingungen für die Wärme- und Kälteerzeugung berücksichtigen muss. „Kein EU-Mitgliedsstaat gleicht dem anderen, und keine Region ist wie die andere. Sie weisen unterschiedliche geografische und demografische Gegebenheiten auf. Auch die Entwicklung von Heiz- und Kühlsystemen sieht in jedem Ort anders aus. Diese Vielfalt bedeutet, dass es keine Patentlösung gibt.“ Frau Matoniené forderte auch, die administrativen und rechtlichen Hindernisse auszuräumen, die dem Ausbau der Anlagen und Netze für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im Wege stehen.

Sie betonte, dass die EU-Förderinstrumente neben privaten Investitionen von großer Bedeutung sind, um in unseren Städten nachhaltige Fernwärme- und Fernkältenetze aufzubauen, und verwies auf den Erfolg des EU-Programms zur gemeinsamen europäischen Unterstützung für Investitionen zur nachhaltigen Stadtentwicklung (JESSICA) in ihrem Heimatland Litauen.

Quelle: UD/pm
 

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