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15.02.2017

Staaten zur Kooperation im nachhaltigen Kakaoanbau aufgefordert

Schlechte Anbaumethoden, veraltete Bäume und klimatische Veränderungen – die Herausforderungen für Kakaofarmer sind vielfältig. In Ghana, dem zweitgrößten Kakaoproduzenten der Welt, ist die Kakaoanbaufläche von 1988 bis 2010 um rund eine Million Hektar gewachsen. Der Pro-Hektar-Ertrag ist im gleichen Zeitraum gesunken. Die Rainforest Alliance unterstützt die Farmer darin, diesen Trend zu stoppen, damit sie auch morgen noch vom Kakaoanbau leben können.

Seit 2010 verfolgt die Rainforest Alliance ein Projekt für nachhaltigen Kakaoanbau im Juabeso-Bia Distrikt im Westen Ghanas. Das Ziel: Landwirtschaft so gestalten, dass Menschen und Umwelt langfristig davon profitieren. Die Zertifizierung ist dabei zweitrangig. In erster Linie sollen möglichst viele Farmer für nachhaltigeres Wirtschaften gewonnen werden. Der Nutzen soll einer ganzen zusammenhängenden Landschaft zugutekommen und nicht – wie üblich – lediglich einzelnen Farmen oder Farmgruppen. In Zusammenarbeit mit Stakeholdern aus Politik und Wirtschaft erhalten Farmer der Region Schulungen und technische Unterstützung. Sie lernen ihre Methoden zu verbessern und werden produktiver. Sie forsten Wälder wieder auf, reduzieren CO2-Emissionen, verbessern ihre Verwaltung und formalen Strukturen und generieren zusätzliche Einkommensmöglichkeiten. Rund 2.000 Farmer aus 34 Gemeinden haben am Projekt bereits teilgenommen.

Nachhaltigkeit braucht länderübergreifende Kooperation

Nachhaltigkeitsprojekte auf ganze Landschaften auszurichten statt auf bestimmte Farmen zu beschränken ist wichtig, damit sozialer und ökologischer Wandel für ganze Regionen erreicht wird. Christian Mensah, Senior Manager West Africa, Sustainable Landscapes bei der Rainforest Alliance sieht dies allerdings nur als einen notwendigen Zwischenschritt. „Unser Ansatz zeigt, dass wir unsere Ziele auch in größerem Maßstab erreichen können und dass der Beitrag für eine gesündere Umwelt so effektiver ist. Was wir als nächstes brauchen, sind Kooperationen zwischen Staaten wie Ghana, Côte d’Ivoire, Liberia und Sierra Leone, die in gemeinsam abgestimmten Projekten für nachhaltigere Formen der Landwirtschaft zusammenarbeiten sollten“, fordert Christian Mensah. Auch das Engagement von Unternehmen in Landschaftsinitiativen, z. B. in Form von Public Private Partnerships (PPP), kann wesentlich zum Schutz und zum Wohl ganzer Regionen beitragen. Die Investitionen zahlen sich auch für Unternehmen aus, durch eine größere verfügbare Menge nachhaltig erzeugten Kakaos und durch ein langfristig gesichertes Kakao-Angebot.

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Ökosysteme und der fortschreitende Klimawandel kennen keine nationalstaatlichen Grenzen. Herausforderungen im Kakaoanbau betreffen häufig länderübergreifende Regionen. Umweltschutzzonen erstrecken sich über Grenzen hinweg. Mehr Dialog und Zusammenarbeit wären nur folgerichtig. „Lokale Projekte sind in ihrer Wirkung immer beschränkt. Möchten wir Wälder und Artenvielfalt wirklich weitläufig erhalten, müssen wir auch auf höchster Ebene kooperieren. Davon würden nicht zuletzt auch die Farmer, ihre Familien und Gemeinden hier vor Ort profitieren“, appelliert Mensah.

 
Quelle: UD/pm

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