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Strengere Emissionsvorschriften und neue Anreize für umweltfreundliches Heizen

Ab sofort gelten strengere Emissionsgrenzen für ältere Holzöfen und Heizkamine. Wärmepumpen werden ab 2025 nur noch gefördert, wenn sie an ein Smart-Meter-Gateway angeschlossen sind. Der CO2-Preis steigt, was fossile Brennstoffe verteuert. Dynamische Stromtarife bieten Chancen für günstigeren Stromverbrauch, bergen aber auch Risiken.

27.01.2025

Strengere Emissionsvorschriften und neue Anreize für umweltfreundliches Heizen

Ab sofort müssen zahlreiche ältere Holzöfen, -kessel und -kamine strikteren Emissionsrichtlinien für Feinstaub und Kohlenmonoxid entsprechen. Diese Regelung betrifft Heizkessel, die zwischen dem 1. Januar 2005 und dem 21. März 2010 in Betrieb genommen wurden, sowie Einzelöfen, die im Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis zum 21. März 2010 installiert wurden. Entsprechen die Geräte nicht den festgelegten Grenzwerten, ist ein weiterer Betrieb nicht zulässig. Ob ein vorhandener Ofen von diesen Vorgaben betroffen ist, können Verbraucherinnen und Verbraucher im Feuerstättenbescheid des zuständigen Bezirksschornsteinfegers überprüfen.

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Smart-Meter Gateway für Förderung von Wärmepumpen notwendig 

Wer im Jahr 2025 eine Wärmepumpe installieren möchte, kann Fördermittel nur dann erhalten, wenn die Anlage mit einem zertifizierten Smart-Meter-Gateway verbunden werden kann. Dieses ermöglicht es dem Netzbetreiber, die Stromerzeugung und den Verbrauch optimal aufeinander abzustimmen. Die Grundförderung für den Einbau einer Wärmepumpe liegt bei 30 Prozent der Gesamtkosten. Durch zusätzliche Bonusförderungen können insgesamt Zuschüsse von bis zu 70 Prozent erreicht werden. Die KFW informiert auf ihrer Webseite, dass die Förderung trotz der vorläufigen Haushaltsförderung des Bundes zunächst fortgesetzt wird.

CO2-Preis steigt 

Der Preis für CO2 erhöht sich auf 55 Euro pro Tonne, was zu einer spürbaren Verteuerung fossiler Brennstoffe führt. Haushalte, die mit Gas- oder Ölheizungen ausgestattet sind, sollten mit jährlichen Kostensteigerungen von durchschnittlich 48 Euro für Gas und 63 Euro für Öl rechnen.

Dynamische Stromtarife: Chance und Risiko 

In diesem Jahr sind Energieanbieter verpflichtet, flexible Stromtarife einzuführen. Die Preisgestaltung richtet sich nach den aktuellen Spotpreisen an der Strombörse. Wenn die Stromproduktion hoch ist und der Verbrauch gering, wie etwa nachts oder bei viel Sonnenschein, fallen die Strompreise niedriger aus als in Zeiten mit hoher Nachfrage und geringer Erzeugung. Inse Ewen, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Bremen sieht darin eine Chance, aber auch Risiken: „Mit dynamischen Stromtarifen können Verbraucherinnen und Verbraucher von günstigen Stromtarifen an der Börse profitieren. Und das schon, wenn sie es teilweise umsetzen - also das Elektroauto laden oder die Wärmepumpe nutzen, während der Strompreis niedrig liegt. Sie sollten jedoch vor Abschluss eines Vertrages überlegen, ob sie wirklich einen großen Teil ihres Stromverbrauchs in die günstigen Zeiten verschieben können.“

Quelle: UD/pm
 

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