Biodiversität
Antarktis-Tourismus sinkt
Reisen zum Südpol sind zwar heiß begehrt, aber verhältnismäßig teuer. Die weltweite Wirtschaftskrise hat nun dazu geführt, dass die Zahl der Antarktis-Besucher im Südsommer 2008/2009 massiv zurückgegangen ist. Waren es 2007/2008 noch insgesamt 46.000 Reisende, werden die aktuellen Besucherzahlen auf nur 36.000 geschätzt. Für Ökologen, die vor den negativen Folgen der stetig steigenden Besucher warnen, sind dies gute Nachrichten.
25.02.2009
Die Saison werde schwach laufen, schreibt die International
Association of Antarctica Tour Operators IAATO. Man gehe davon aus, dass 2010
wieder ein leichter Anstieg erfolgen werde. Bis 2011 oder 2012 werde es keine
Rekordauslastung geben. Umweltschützer haben schon seit Jahren vor einer
größeren Katastrophe in der ökologisch sensiblen Südpol-Region gewarnt.
Glimpflich verlief der Untergang des Kreuzfahrtschiffes Explorer vor zwei
Jahren.
Ohne Umweltschäden verlief auch der Zwischenfall der Ocean Nova, die vorige Woche nahe der argentinischen Station San Martin auf Grund gelaufen war. Je mehr Schiffe in den Gewässern um die Antarktis unterwegs sind, desto eher steigt das Risiko, dass es zu einer folgenschweren Kollision oder einem Untergang komme, warnt indes Jon Bowermaster vom National Geographic Society Expedition Council. "Typisch für diese Region sind schnell wechselnde Wetterbedingungen und andere unvorhersehbare Ereignisse. Dazu kommen noch große Distanzen zwischen den Landmassen, die eine Evakuierung schwierig gestalten."
"Die Folgen eines schweren Unfalles in den eisigen Gewässern wären katastrophal", erklärt Jim Barnes, Direktor der Antarctic and Southern Ocean Coalition. "Die Antarktis ist eine extrem sensible Region, in der Unfälle mit Öl jahrzehntelang Spuren hinterlassen", meint auch die Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms. "Der Abbau von Öl dauert in den kalten Regionen wesentlich länger als etwa in den Tropen." Die ersten Opfer wären Seevögel und auch Pinguine. "Für viele der in der Region lebenden Arten könnte das verheerende Auswirkungen haben." Einige der Umweltexperten fordern, dass Landbesucher auch nicht zu nahe an brütende Pinguinkolonien herankommen. "Für die Tiere bedeuten Menschen natürlich Stress", meint auch Helms. Prinzipiell sollte man an Brutkolonien überhaupt keine Touristen heranlassen, fordern die Ökologen.
Für IAATO-CEO Steve Wellmeier ist die Beschränkung des Tourismus nicht nachvollziehbar. Die Antarktis sei sehr groß und bekomme verhältnismäßig wenige Touristen. "Wir sprechen von einem Kontinent, der größer ist als Australien und von einer Besucherzahl, die etwa der eines Football-Stadiums entspricht. Das ist sicher kein Grund zur Panik", so Wellmeier.
Ohne Umweltschäden verlief auch der Zwischenfall der Ocean Nova, die vorige Woche nahe der argentinischen Station San Martin auf Grund gelaufen war. Je mehr Schiffe in den Gewässern um die Antarktis unterwegs sind, desto eher steigt das Risiko, dass es zu einer folgenschweren Kollision oder einem Untergang komme, warnt indes Jon Bowermaster vom National Geographic Society Expedition Council. "Typisch für diese Region sind schnell wechselnde Wetterbedingungen und andere unvorhersehbare Ereignisse. Dazu kommen noch große Distanzen zwischen den Landmassen, die eine Evakuierung schwierig gestalten."
"Die Folgen eines schweren Unfalles in den eisigen Gewässern wären katastrophal", erklärt Jim Barnes, Direktor der Antarctic and Southern Ocean Coalition. "Die Antarktis ist eine extrem sensible Region, in der Unfälle mit Öl jahrzehntelang Spuren hinterlassen", meint auch die Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms. "Der Abbau von Öl dauert in den kalten Regionen wesentlich länger als etwa in den Tropen." Die ersten Opfer wären Seevögel und auch Pinguine. "Für viele der in der Region lebenden Arten könnte das verheerende Auswirkungen haben." Einige der Umweltexperten fordern, dass Landbesucher auch nicht zu nahe an brütende Pinguinkolonien herankommen. "Für die Tiere bedeuten Menschen natürlich Stress", meint auch Helms. Prinzipiell sollte man an Brutkolonien überhaupt keine Touristen heranlassen, fordern die Ökologen.
Für IAATO-CEO Steve Wellmeier ist die Beschränkung des Tourismus nicht nachvollziehbar. Die Antarktis sei sehr groß und bekomme verhältnismäßig wenige Touristen. "Wir sprechen von einem Kontinent, der größer ist als Australien und von einer Besucherzahl, die etwa der eines Football-Stadiums entspricht. Das ist sicher kein Grund zur Panik", so Wellmeier.
Quelle: UD / pte