Biodiversität

Enzyklopädie des Lebens wächst an

Die „Encyclopedia of Life“ (EoL) ist laut seinen Gründern „der ehrgeizigste Versuch seit Noah, einen Überblick über alles Lebendige zu schaffen“. Das frei zugängliche Internet-Portal hat sich binnen drei Jahren deutlich vergrößert und verzeichnet nun über ein Drittel aller bekannten Arten. Jetzt zeigt sich die größte Bestandsaufnahme der Natur in ihrer zweiten Version deutlich näher beim Nutzer als bisher. „Wir wollen Menschen dabei helfen, die Natur kennen zu lernen. Denn was man kennt, schützt man auch“, so EoL-Produktmanager Bob Corrigan.

26.09.2011

Internet-Portal Encyclopedia of Life (Screenshot)
Internet-Portal Encyclopedia of Life (Screenshot)
Deutlich hat auch bei EoL das Social Web Einzug gehalten. Ein überholtes Design und neue Programme erleichtern die Benutzung und ermöglichen den personalisierten Einstieg. „Jetzt kann jeder nicht nur Fotos und Videos hochladen, sondern auch mit vorhandenem Material neue Sammlungen anlegen. Denkbar wäre etwa eine Übersicht, welche Pilze im Wienerwald wachsen oder welche bedrohte Vogelarten in der deutschen Bucht leben“, veranschaulicht Corrigan. Erleichtert wird auch der Austausch mit anderen weltweiten Nutzern von gleichem Interesse sowie die Nutzung des Portals auf Mobilgeräten.

Das ehrgeizige Ziel der Seite lautet, Informationen über jede der heute 1,9 Mio. bekannten Arten zu liefern. Ein Vorhaben, das nur mit der Weisheit der Vielen gelingen kann. „Die Wissenschaft kann immer nur für den kleinen Ausschnitt ihres jeweiligen Faches Auskunft geben. Wir wollen mit dem kreativen Potenzial aller eine Gesamtschau erreichen“, so der Experte. Der Zwischenstand nach 30 Monaten: Waren 2009 noch 30.000 Seiten zu sehen, so sind es mittlerweile 750.000 mit über 630.000 Fotos und Videos von 180 Content-Partnern wie etwa Wikipedia.

Zugute kommen soll die Plattform dem interessierten Normalverbraucher, Lehrern und Studenten, dem Naturschutz als auch der Forschung für noch ungeklärte Fragen. „Mit der neuen Version könnte EoL auch dazu beitragen, die Ausbreitung menschlicher Krankheiten zu verorten, Geheimnisse des Alterns zu verstehen, Alternativen zu verloren gehenden Pflanzenbestäubern zu finden oder auch neue Strategien zur Abbremsung invasiver Arten zu entwicklen“, betont der geschäftsführende EoL-Direktor Eric Mata.
Quelle: UD / pte
 
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